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Cool statt Zuckersüß
von Thomas Helbing
Wie man Pastell zuhause richtig stylt

Blassrosa und Sanftblau sind die Farben des Jahres – auch im Wohnbereich. Das kann schnell nach Kinderzimmer oder Barbie-Welt aussehen – muss es aber nicht! STYLEBOOK.de verrät, wie Sie die Babyfarben in Ihren vier Wänden erwachsen stylen. Richten Sie sich schon mal sanft ein.

Ihre Wohnung erlebt jetzt ihr blaues Wunder. Oder brechen doch eher rosige Zeiten für ihre vier Wände an? Im Zweifel beides! Denn „Rose Quartz“ (Blassrosa) und „Serenity“ (Sanftblau) sind laut den Farbspezialisten von Pantone die Farben des Jahres 2016. Die heile-Welt-Farben sollen „Wohlbefinden und ein beruhigendes Gefühl von Ordnung und Frieden“ widerspiegeln, heißt es bei Pantone. Das klingt Ihnen zu zuckrig, weichgespült und niedlich? Keine Angst. Beide Farben sind perfekt für jede Wohnung. Sie müssen nur ein paar Regeln beachten. 


Welche Farbe wirkt wo am besten?
Dafür sollte man die natürliche Wirkung der Farben kennen. Mit Hellblau assoziieren wir Meer und Himmel, somit Kühle und Weite. Deshalb ist „Serenity“ perfekt für Schlafzimmer und kleine Räume. Pudriges Rosa wirkt laut Farblehre einladend, vornehm und entspannend. Somit sind Wohnzimmer, Esszimmer, Lounge- und Empfangsbereich ideal,  für „Rose Quartz“. Für Badezimmer und Küche können beide Töne verwendet werden. Das tolle an beiden Pastellfarben: Sie passen zu jedem Wohnstil, von minimalistisch bis opulent. Auf jeden Fall wirken die Sorbétfarben immer wie eine frische Brise.

Jede Menge Einrichtungsideen zu Rosa und Hellblau gibt's auf unserem Pinterest-Board:


Wie viel Farbe setze ich ein?
Natürlich können Sie eine rosafarbene Sofalandschaft in ein hellblau gestrichenes Zimmer stellen. Für nicht ganz so Mutige empfiehlt Pantone einfarbige und gemusterte Stoffe in Rosa und/oder Hellblau, Überwürfe, Kissen oder Bettwäsche würden für Wohlbefinden und Ruhe im Raum sorgen, Texturen sorgen für spannende Effekte. Farbakzente setzen Kerzen, Schalen, Vasen. Auch ein einzelnes Möbel (ein Sessel, eine Kommode, ein Stuhl) in „Serenity“ oder „Rose Quartz“ zu ansonsten neutralen Farben sind effektvoll und sehen gar nicht mehr süß aus. Wichtig: Pastelltöne ruhig großzügig und großflächig einsetzen, damit sie nicht niedlich wirken.

Welche anderen Farben passen zu Rosa und Hellblau?
Natürlich wird niemand jetzt gleich ein Zimmer in eine komplette Zuckerwatten-Pastellwelt verwandeln. Zumal Rosa und Hellblau nach anderen Farben als Kombi-Partner schreien. Zuallererst passt Rosa wunderbar zu Hellblau und anders herum. Auch weitere Pastellfarben wie Salbeigrün, Vanille oder Apricot sind toll. Wer bei „Serenity“ in der Farbwelt bleiben möchte, greift zu einem dunkleren Blau oder einem pudrigen Weinrot. Geerdet wird das sanfte Blau mit einem Sandton, Butterblumen-Gelb lässt es aufblühen. Rosa ist perfekt für alle Grautöne von hell bis dunkel und wirkt dann extrem puristisch. Noch pudriger wirkt es, wenn sie dazu Mauve-Töne kombinieren. Moderner Farbflash: Rosa zu Opalblau oder strahlendem Mint.

Welche Materialien passen?
Zum gemütlichen, edlen Rosa passen kuschelige Wolle sowie warme Kupferakzente. Spannender Kontrast: Rosa zu kalt wirkendem Marmor. Anders verhält sich kühles Hellblau. Hier sind Edelstahl und Leinen perfekte Partner. Wohnlicher und skandinavischer wird's mit hell-warmen Hölzern wie Eiche, Kirsche, Ulme. Edel wirkt Hellblau zu Nussbaum oder Accessoires, z. B. Lampen, oder einem Beistelltisch aus Messing.

Wie vermeidet man den Baby-Effekt?
Auf den ersten Blick wirken Zartrosa feminin und Babyblau niedlich. Klare, geometrische Formen und kühle Nuancen durchbrechen aber diese Lieblichkeit. Lack- oder Glasoberflächen sowie grafische Effekte wie Linien lassen beide Pastelltöne klar, modern und gar nicht verspielt wirken. Auch die richtige Kombination mit anderen Farben lassen Rosa und Hellblau erwachsen wirken.

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