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No. 21, Ports 1961, Mila Schön
von Stephanie Beckmann
Pierrot-Karos, luftige Kleider und verschwenderische Muster

Man könnte meinen, das sind die jungen Wilden unter den Italienern, so wohltuend cool waren diese Looks zwischen den opulenten Shows dieser Tage. Tatsächlich handelt es sich bei Mila Schön und Ports 1961 aber um traditionsreiche Labels und hinter No. 21 steckt auch ein alter Hase, nämlich Alessandro Dell’Acqua.

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    Foto: Corbes Germany

    No.21 spielt mit Materialien: verschiedenfarbige Spitze, Pierrot Karos, transparente Color-Blockings und bestickte Hosen ergeben eine spannende Kollektion

In einer coolen, hellen Off-Location zeigte Alessandro Dell’Acqua mit seinem Label No. 21 zu Chris Isaacks lässigem Song „Wicked Game“ eine avantgardistische Mischung aus blauer und weißer Spitze, Pierrot-Karos und transparenten Color-Blocking-Shirts zu bestickten Hosen. Details wie Bündchen und Gummizüge betonten die Silhouette, Applikationen aus Spiegel-Plättchen und silbriger Stickerei lieferten Referenzen an indische Gewänder und Schmuckstücke.



Das Label Ports 1961 zeigte am selben Ort durchweg Looks, die man sofort anziehen möchte und auch könnte: schlicht, tragbar und visionär. Dass das ursprünglich kanadische Label heute von der Designerin Fiona Cibani, die in Vancouver aufwuchs und mittlerweile in China lebt, geführt wird und seinen Stammsitz nun in New York hat, errät man nicht, eher würde man die Silhouetten und Farben in Richtung Skandinavien oder Frankreich verorten. Vielleicht ist es gerade diese Internationalität, die den Konsens schafft, denn die Gäste ließen sich von plissierten Chiffonröcken, zartem Pastellgelb und leuchtendem Pink, hochgeschlossenen, kurzärmeligen Oberteilen und Spitzen-Einsätzen begeistern.

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Seinem Namen alle Ehre machte auch das Label Mila Schön: Intelligente Kreationen aus verschwenderisch gemusterten Stoffen, die an moderne Kunstwerke erinnern.

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