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Vladimir Karaleev
von Stephanie Beckmann
Ausgefranst und Entgrenzt auf der Fashion Week

Langsamen Schrittes brachte uns gestern Vladimir Karaleev seine Kollektion für den nächsten Herbst und Winter nahe. Diese Zurückhaltung wirkte im Nachhinein beinahe unangebracht, denn die Begeisterung war groß.

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    Vladimir Karaleev

    Der Designer Vladimir Karaleev (mitte) verbeugt sich vor einem begeisterten Publikum

Karaleev bleibt sich treu und setzte gestern wieder einen drauf. Seine Show war eines, wenn nicht das Highlight der diesjährigen Fashion Week. Zu einem sanft bis wilden Soundtrack aus arabischen Elektro-Tönen und „Dear Prudence“ von Siouxsie and the Banshees lieferte er mit dem bezeichnenden Titel „Complex Overlay“ auch eine Show der Texturen und der Gegensätze, von rau und matt bis fein und leuchtend.

Oversized Layerings aus Longsleeves mit Rollkragen, Blazern, Blusen, vielen Westen und Mänteln bestimmten die Kollektion. Sein Markenzeichen, die offenen, unvernähten Säume rahmen die Looks ein.
 

Die dunklen Entwürfe sind durch gezielten Farb- und Materialeinsatz gehighlightet. Neben Schwarz und Grau spielt Seide in leuchtendem Yves-Klein-Blau und Goldgelb sowie Wollweiß eine Rolle.

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Viele Silhouetten sind kantig und die Schnitte grafisch, doch ohne jemals statisch zu wirken. Im Gegenteil, durch die ausgefransten Nähte und die mehrschichtigen Texturen bekommen die Kleidungsstücke etwas organisches und die Kombinationen eine weiche Anmutung.

Vladimir Karaleev präsentierte eine tolle Show und ein spannendes Spiel mit Gegensetzen. Die Kollektion: Ausgefranst und entgrenzt, avantgardistisch und weitsichtig, ohne abgehoben zu wirken.

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