Stylebook-Logo Fashion Week NY stylebook
Laufsteg New York Fashion Week 2011

Foto: Getty Images

Vera Wang, Hervé Léger, Rodarte
von Susanna Riethmüller
Große Namen, große Roben

Ready-to-Wear hin oder her: Auf der Fashion Week in New York roch jetzt alles nach Haute Couture.

Vera Wang: Ihre Entwürfe für Frühjahr/Sommer 2012 sind von „Alice im Wunderland“ inspiriert. Es wird also märchenhaft bis phantasievoll: raffiniert ineinander geschlungene Schnitte mit Cut-Outs, kleine Teller-Rock-Elemente an Oberteilen und Kleidern. Fast die ganze Kollektion ist in Weiß gehalten – schließlich ist die Designerin in den USA berühmt für ihre hochzeitstaugliche Mode (zuletzt ging Kim Kardashian in einer Wang-Robe vor den Altar). Akzente in Gelb und wilden Mustern!

Anzeige

Hervé Léger: Designer Max Azria interpretierte sein berühmtes Bandagen-Kleid neu. Cut-Outs, Ikat-Muster, Metallic-Töne von Silbern bis Bronze (in Kombination mit kniehohen Gladiatoren-Stiefeln wirkten die Models auf dem Laufsteg fast wie Superheldinnen aus einem Sci-Fi-Comic), alles natürlich gewohnt körperbetont. Dafür werden ihn seine berühmten Fans wie Demi Moore, Jessica Szhor und Kate Bosworth lieben!

Oscar de la Renta: Dramatisch! Der Haute-Couture-Gott eröffnete auch seine Ready-to-Wear-Show mit einem großen Knall: Drei Korsagen-Kleider mit weit – weit! – ausgestellten Taftröcken in Gelb, Grün und Rot. Darüber trugen die Models Spitzen-Oberteile, ganz spanisch. Nach klassischen Kostümen, Sommerkleidern, Hosen hatten die Abendkleider dann weite, puffige Rococo-Ärmel. In de La Rentas Front Row saßen Valentino, Rachel Zoe und die Olsen Twins.

Marchesa: Eine Farbpalette von Weiß über Champagner bis Silber-Grau, schmale Abendroben, bodenlang mit Schleppe oder fransigen 20er-Jahre-Anleihen – die Kollektion von Marchesa könnte direkt aus einem Hollywoodfilm stammen. Auf dem Laufsteg: Die Models Karolina Kurkova, Karlie Kloss, Karen Elson. In der Front Row: eine brave Courtney Love.

Narciso Rodriguez: Der Designer gilt eigentlich als absoluter Minimalist, für den kommenden Sommer ließ er sich aber zu leichten Layerings und Volants, kantigen Raffungen und Mustern hinreißen. Keine Sorge: Die Kollektion besteht fast ausschließlich aus Schwarz und Weiß, ist also immer noch tragbar.

Rodarte: Malerisch! Die Entwürfe der Mulleavy-Schwestern sind eine Hommage an die berühmten Sonnenblumen- und Sternennacht-Bilder von Vincent van Gogh; direkt umgesetzt als blumiges Muster oder nur zitiert in gedeckten Gelb- und Blautönen. Dass das Label super angesagt ist, erkannte man an der prominent besetzten Front Row: Anna Wintour, Bloggerin Tavi Gevinson, Taylor Swift, Elle und Dakota Fanning, Beyoncé.

Anna Sui: Ihre Entwürfe waren vom Mode-Paris der 1970er inspiriert, wie die Designerin in einem Interview sagte. Heißt: hohe Taillen, kräftige Farben (Lila, Rot), Kittelkleider, hier und da kleine Puffärmel. Weiblich! Und natürlich überall Schmetterlinge, Suis Markenzeichen. Dazu ein Schuss 40er-Jahre-Hollywood: Fast jedes Model trug einen Turban à la Greta Garbo. Auf dem Catwalk: Karen Elson und Jessica Stam.

Ralph Lauren: Kleine Schlapphüte, Blumenröcke, sommerliche Pastelltöne: Diese Kollektion macht Lust auf eine Landpartie, Picknick auf der Wiese inklusive. Für Glamour sorgen weiße Seidenkleider im 20er-Jahre-Stil und vor allem ein champagnerfarbener Hosenanzug mit Weste im Marlene Dietrich-Look.

Calvin Klein: Gewohnt puristisch und pur! Wunderschöne Pudertöne zwischen Apricot und Champagner, simple Linien. Toll und tragbar: unter leichten Kleidern mir tiefen Seiten- und Rückenausschnitten trugen die Models schöne Lingerie des Labels. Kann man sich gut im eigenen Kleiderschrank vorstellen! In der Front Row: Die „Vogue“-Frauen Anna Wintour und Grace Coddington, Top-Model Lara Stone (süß: sie hielt die ganze Zeit Händchen mit ihrem Mann, dem Schauspieler David Williams).


Sind Sie bei Facebook?
Werden Sie Fan von STYLEBOOK.de!



Kommentare