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Outdoor-Training im Winter
Wie gesund ist Sport bei Minusgraden?

Laufen oder Nordic Walking in der Natur ist toll – aber bei dieser Kälte? Kann ich trotz Minustemperaturen noch draußen trainieren und wenn ja, wie halte ich mich warm? STYLEBOOK.de hat bei einer Expertin nachgefragt.

Hier die gute Nachricht für alle Frischluft-Fanatiker: Outdoor-Sport ist im Winter nicht nur erlaubt, sondern sogar gesund! Gerade imWinter stärkt Sport im Freien die Immunabwehr und damit die Gesundheit! Lediglich die eine oder andere Vorkehrung muss getroffen werden. Wir haben bei Fitness-Expertin, Personal Trainerin und Ex-Olympiaschwimmerin Micha Østergaard (26) nachgefragt.

  • Joggerin im Winter

    Foto: getty images

    Oberstes Sport-Gebot im Winter: winddichte Überkleidung als Schutz vor eisiger Luft, Mütze oder Kopfband und Laufschuhe mit gutem Profil

Welche Outdoor-Sportarten sind wintertauglich?
Joggen, Walken, Nordic Walking oder Fahrrad fahren sind auch bei niedrigeren Temperaturen kein Problem. Vorausgesetzt, Sie waren bereits im Sommer aktiv und beginnen nicht erst jetzt, bei diesen extremen Bedingungen, Ihre sportliche Karriere.

Muss ich mich zum Training warm einpacken?
Nein! Tatsächlich sollten Sie nicht zu viel anziehen. Ideal ist die Kleidung dann, wenn man in den ersten Minuten des Trainings sogar leicht fröstelt. „Wenn man erst angefangen hat, wird der Körper schnell warm und kommt ins Schwitzen“, so Micha Østergaard. Wichtig ist daher das Tragen von Funktionswäsche, die den Schweiß aufnimmt und ihn in Form von Wasserdampf nach außen transportiert. Baumwolle ist als erste Lage völlig ungeeignet „Sie wird schnell nass und kühlt den Körper aus“, so Østergaard. Dann droht eine Erkältung.

Worauf muss ich beim Kauf von Wintersport-Kleidung achten?
Winddichte Kleidung ist das A und O. Ideal: Jacken und Hosen aus Softshell. Mit mehreren widerstandsfähigen, laminierten Membranschichten sind sie strapazierfähig und dabei ganz leicht. An den Füßen ist dafür Profil gefragt – schließlich kommt mit Eis und Glätte die Rutschgefahr. Profis schwören auf sogenannte Trail-Running-Schuhe. Der Unterschied zu normalen Laufschuhen: Sie haben mehr Profil auf den Außensohlen und sind auch für Matsch oder rutschiges Gelände geeignet.

Worauf muss ich beim Training achten?
„Trainieren Sie, so lange Sie sich gut fühlen“, so der Tipp der Expertin. Wenn es richtig in der Lunge brennt, sollten Sie das Workout beenden. Gerade bei niedrigen Temperaturen gilt es, sich nicht zu überfordern. Wärmen Sie sich langsam auf und laufen zunächst fünf bis zehn Minuten in gemäßigtem Tempo. Denn, alleine um die eingeatmete Luft zu erwärmen und zu befeuchten, benötigt der Körper beim Training eine enorme Menge Energie. Dabei immer wichtig: Durch die Nase und nicht den Mund einatmen, so wird die Atemluft „vorgewärmt“.

Ab wann ist es zu kalt für Sport im Freien?
Das wird sehr subjektiv empfunden. Vor allem wer ohne Kopfbedeckung unterwegs ist, friert schneller. „Bei Temperaturen unter sieben Grad sollte man immer eine Mütze oder ein Kopfband tragen“, rät die Fitness-Trainerin. Der Grund: Die Temperaturregulierung des Körpers läuft größtenteils über die Stirn. Bei Minusgraden sollten die Atemwege außerdem vor klirrender Kälte geschützt werden, am besten mit einem dünnen Schal als Mundschutz. Ab minus zehn Grad ist allerdings Schluss! Dann ist es einfach zu kalt, die eisige Luft würde die empfindlichen Bronchien zu sehr reizen. Beschränken Sie Ihre Outdoor-Aktivitäten ab jetzt auf ausgedehnte Winterspaziergänge, die sind doch mindestens genauso schön!

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