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New York Fashion Week: Tibi Designerin Amy Smilovic im Interview

Die Show von Tibi
Moderner Surrealismus

Vergangenes Wochenende zeigte Tibi-Designerin Amy Smilovic ihre neue Kollektion auf der New York Fashion Week. STYLEBOOK bat sie vorab zum Interview.

STYLEBOOK: Amy, wie entscheiden Sie, welcher Look Ihre Show eröffnen darf? In dieser Saison war das ein kornblumenblauer Wollmantel mit passender, langer Weste drüber. Dazu ein langer Schal und ein schwarzer Quäker-Hut.
Das erste Outfit gibt den Ton für den Rest der Kollektion an. Es sollte daher ausgefallen, aber doch dezent sein. Eine Show muss sich wie ein Buch lesen lassen – wer ist das Tibi-Girl für den Herbst 2014, wo geht sie hin, was trägt sie, Make-up inbegriffen? Das erste Outfit muss eine Ahnung davon geben und das alles zusammen bringen.

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Die Looks Ihrer neuen Kollektion sind cool und sehr urban. Vor allem die strengen Hüte geben ihnen aber auch einen unnahbaren, fast schon entrückten Touch. Was hat Sie inspiriert?
Tatsächlich vor allem der Surrealismus. Natürlich so, dass er zu Tibi passt. Also vielleicht ein Surrealist, der sich einer traditionellen Landschaft annimmt.

Auf dem Laufsteg sahen wir diese Mal viele flache Schuhe. Und zum erste Mal traten auch Sie bei Ihrer Show in Sneakern auf. Beeinflusst Ihr persönlicher Look die Kollektion – und umgekehrt?
Natürlich! Mein persönlicher Stil entspricht so ziemlich dem, was ich designe. Locker, aber elegant und feminin. Momentan bevorzuge ich flache Schuhe: Ich wechsle zwischen meinen Boots von Saint Laurent, Marni-Slippern und Sneakern von Golden Goose. Außerdem liebe ich es, in der Männerabteilung einkaufen zu gehen. Ich mag Strick und Hemden. Das sieht man auch den Kollektionen an.

Sie arbeiten oft mit Frauen aus der Modebranche zusammen, nicht selten mit Bloggern. Olivia Palermo, Hanneli Mustaparta und Elin Kling sind zum Beispiel treue Tibi-Fans der ersten Stunde. Wer ist derzeit Ihre Stil-Ikone? 
Anne Catherine Frey, sie ist Bloggerin und Designerin, finde ich momentan besonders spannend. Außerdem den Freizeit-Look von Model Freja Beha Erichsen und den Style von der Stylistin Vanessa Traina. Drei sehr inspirierende Frauen.

Sie haben Ihr Label 1997 gegründet. Wie hat sich die Modeindustrie seitdem verändert?
Sie wurde in den letzten 15 Jahren besonders durch die Digitalisierung beeinflusst. Das hat Auswirkung auf die Art und Weise, wie Menschen einkaufen, aber auch darauf, wie wir mit unseren Kunden kommunizieren. Sogar darauf, wie wir designen. Einige meiner Lieblings-Prints sind beispielsweise durch digitale Spielerein mit Grafiken und Illustrationen am Computer entstanden.




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