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Der Styling-Knigge für den Büro-Sommer
von Laura Pomer
Was trägt Mann bei Affenhitze?

Trotz Temperaturen jenseits der 30 Grad sollten Sie, liebe Herren, den Arbeitsplatz nicht mit einer Badeanstalt verwechseln. STYLEBOOK.de erklärt, in welcher Mode Sie auch an heißen Büro-Tagen cool bleiben. Und vor allem: auch so aussehen.

Käsig-weiße Männerwaden in kurzen Hosen, verhornte Füße in klobigen Trekking-Tretern – derartige Grusel-Ansichten begegnen einem im deutschen Sommer alle Jahre wieder. Umso erfrischender: ein cooler Typ, der trotz schwül-heißer Temperaturen – selbst im stickigen Büro – eine gewisse Fashion-Etikette wahrt!

  • Johannes Huebl

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    Foto: Splash News

    Ein leichtes Herrenhemd mit hochgekrempelten Ärmeln, eine knöchellange Hose, klassische Schnürschuhe OHNE SOCKEN – in diesem Look bleibt Model Johannes Huebl (37) auch im heißen New Yorker Sommer ganz cool

Und das ist eigentlich sehr einfach. STYLEBOOK.de verrät, wie man(n)‘s modetechnisch richtig macht!

HOSEN
Merke: Eine leichte, lange Hose hat die Klimaanlage schon eingebaut, weil ein permanenter Luftstrom am Bein ganz natürlich abkühlt. Am Besten sind aktuell Materialien wie Sommerwolle („Cool Wool“), Baumwolle oder Mischgeweben aus natürlichen und synthetischen Fasern, die Schweiß und Wärme abtransportieren und einen kühlenden Effekt haben.
Do: Chinos sind eine gute Idee, wie auch leichte Tunnelzughose aus den eben genannten Materialien oder klassisch geschnittene Anzugshosen aus dünn verarbeiteter Schnurwolle. Beim im Sommer beliebten Leinenanzug ist Vorsicht geraten, da er nach jedem Sitzen aufs Neue knittert. Weniger tückisch, daher schicker: eine knöchellange Stoffhose, gerne mit Bundfalte. Beim Kauf bitte auf einen tadellosen Sitz achten.
Don’t: Shorts, die oberhalb der Knie enden. Darin wirkt man(n) spätestens jenseits der 30 einfach unseriös. Wenn es unbedingt mal ein paar kurze Hosen sein sollen: Bitte ein knielanges Modell wählen und dazu elegante Lederslipper tragen, bloß keine Flipflops! Und, sofern Sie kein Rapper sind, Finger weg von allzu breit geschnittene Jeans oder gar Oversized-Modellen à la Baggy-Pants. Erscheint luftig, sieht aber albern bis prollig aus.

OBERTEILE
Merke: Seide oder glatte Baumwolle sind ideale Materialien an heißen Tagen, da sie kühlend wirken. Das schafft Leinen zwar auch, knittert jedoch leicht und sieht somit schnell unordentlich aus. Achten Sie hier auf Faser-Mischungen mit Knitterschutz.
Do: Ein weißes oder hellblaues, dünnes Herrenhemd passt nicht nur ins Büro, sondern lässt Sie auch im Anschluss an die Arbeit noch gut aussehen; ebenso verhält es sich beim klassischen Polohemd. Im Sommer darf es, am Casual-Friday etwa, auch mal ein Baumwoll-T-Shirt sein – vorausgesetzt der Halsausschnitt ist rund.
Don’t: T-Shirts mit V-Ausschnitt wirken nach Sportstudio und haben in einer seriösen Büro-Atmosphäre nichts verloren. Ansonsten gilt: Tanktops, Wife-Beater, kurz: alles achselferne Ärmelfreie, dessen Bezeichnung nach Schlägertyp klingt, ist tabu. Scheinbar eleganter, aber genauso verboten: Kurzarmhemden.

SCHUHE
Merke: Schwere Schuhe – schlimmstenfalls aus Plastik – lassen keinen Luftzug durch. Und wenn die Füße stark schwitzen, die Feuchtigkeit jedoch nicht verdunsten kann, entwickelt sich im geschlossenen Raum ein ideales Milieu für Keime. Die Folge: Pilze und Schweißfüße.
Do: Weiße Sneaker sehen gut aus, selbst zum Anzug, und lassen die Haut atmen. Mit einem der gängigen Klassiker – „Stan Smith“ oder „Superstar“ von Adidas, den „Classic Leather“ von Reebok oder den „Air Force 1“ von Nike – liegen Sie nie falsch. Ansonsten ist man(n) mit Loafern, klassischen Brogues oder Mokassins gut zu Fuß. Bei gepflegten Füßen sind auch Sandalen okay – aber bitte nur elegante aus Leder und unbedingt OHNE SOCKEN!
Don’t: zwar offen, aber aus Kunststoff (und eigentlich gar keiner Thematisierung würdig) sind Crocs. Ebenso verboten sind Trekking-Sandalen aus dem Campingladen.

STRÜMPFE
Merke: Bei heißen Temperaturen können schon kleine Styling-Kniffe für Abkühlung sorgen. So hilft es bereits viel, die Hose hochzukrempeln und Knöchel zu zeigen. Klarer Fall: In diesem Look sind sichtbare Socken ein strenges No-Go.
Do: Bei langen Hosen ohne Hautblitzer sind Strümpfe natürlich okay, idealerweise farblich an die Schuhe angepasst. Unter Umständen dürfen auch mal grellbunte Socken unter der Hose hervorblitzen – vorausgesetzt, es handelt sich dabei um eine frische, knallige Farbe, die keinen vergilbten Eindruck macht.
Don‘t: Karierte oder gemusterte Strümpfe möchte niemand sehen, Tennissocken sind höchstens beim Sport erlaubt. Absolutes No-Go: Füßlinge – diese kleinen Überzieherlis, die optisch scheinbar im Schuh verschwinden und am Ende IMMER herausschauen.
Tipp: Wer seine guten Schuhe nicht mit nackten Füßen einschwitzen will, fährt am besten mit einer Frische-Einlegesohle aus der Drogerie. Diese einfach bei Bedarf auswechseln!

Ihnen ist immer noch zu heiß? Unsere Kollegen von TRAVELBOOK.de haben für Sie die sechs heißesten Strandhotels der Welt zusammengestellt – hier man braucht man(n) nichts außer einer Badehose...
 


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