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Die Designerin in Berlin!
von Christine Korte
STYLEBOOK erklärt den Erfolg von Stella McCartney

Kommenden Mittwoch dürfen wir Designerin Stella McCartney auf der Berlin Fashion-Week begrüßen! Dort wird sie als Schirmherrin des „P&C Designer for Tomorrow“-Awards den neuen Nachwuchs-Designer der Berliner Mode-Szene küren. Der Hype um ihren Besuch ist so groß, als würde die Queen höchstpersönlich vorbeikommen. STYLEBOOK erklärt, was diese Frau so außergewöhnlich macht.

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    Foto: Getty-Images

    Stellas Look

    Am liebsten trägt Stella McCartney Overalls. Schließlich hat die viel beschäftigte Designerin und Mutter von vier Kindern (die sie gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Unternehmer Alasdhair Willis, hat) nicht viel Zeit fürs Styling. Aber auch im Tweed-Kostüm und Tulpen-Dress macht die Britin eine tolle Figur

„Ich brauche vier Minuten, um mich hübsch zu machen“, gestand die Designerin bei ihrem letzten Besuch in Berlin gegenüber STYELBOOK. Mit dieser unkomplizierten Attitüde mauserte sich Stella McCartney zu einer der einflussreichsten Mode-Designerinnen der Welt. Ihre Entwürfe sind nämlich ebenso unkompliziert lässig wie sie selbst: Stella vereint den typischen Brit-Chic mit einer coolen Eleganz, die jede ihrer Kreationen nicht nur für hochkarätige Stars wie Kristen Stewart (23) und Kate Bosworth (30) zu absoluten Haben-Wollen-Teil macht. Tweed-Kleider bekommen durch Schnitte in Tulpenform eine elegante Note, edlem Tailoring verpasst sie mit Blumenprints eine romantischen Touch und Abendkleidern mit Transparenz das nötige Sex-Appeal. Stellas Markenzeichen ist der Overall: Den Einteiler zieht sie nicht nur selbst am liebsten über, fast in jeder ihrer Kollektionen kreiert sie eine neue Variation des lässigen Fashion-Stücks.

„Ich mag das Unangestrengte daran. Man zieht ihn an und muss nicht weiter darüber nachdenken, welches Oberteil zu welchem Unterteil passt“, erklärt die vierfache Mutter im Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ ihre Vorliebe für das unkomplizierte Mode-Piece. Diese Lässigkeit brachte der Designerin auch ihren langjährigen Deal mit dem deutschen Label Adidas ein, für das sie bereits seit 2004 eine feminine Sportlinie entwirft.

Lässige Fashion ist aber nicht das einzige, was die Mode-Welt McCartney zu verdanken hat: Stella holte mit ihren stets komplett veganen Kollektionen nachhaltige Fashion als Erste aus der Öko-Ecke. Während es auf den meisten Laufstege von Pelzen und Leder nur so wimmelt, bleibt sie konsequent: keine tierischen Textilien.


„Pelz ist eine wirklich enttäuschende Seite der Branche. Ich denke genauso über Leder, aber Pelz ist offensichtlich noch dramatischer. Es ist unglaublich grausam, barbarisch, unethisch, unökologisch, unhaltbar und unnötig“, so die Designerin.

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Ihrem Mut, sich konsequent gegen die gängigen Schönheitsideale ihrer Branche zu stellen, hat sie einen Großteil ihres Erfolges zu verdanken. Anfangs belächelte man sie als reiches, verwöhntes Töchterchen des großen Beatle Paul McCartney (71). Als sie 1995 ihre Abschluss-Kollektion am „Central Saint Martins College of Art & Design“ in London präsentierte, liefen ihre Freundinnen Kate Moss (39) und Naomi Campell (43) über den Laufsteg. Die Medien warfen ihr damals vor, dass sie ihr kleines Talent hinter ihrem großen Namen verstecken würde.

Als sie dann aber 1997 als neue Chef-Designerin des französischen Boho-Labels Chloé erste Erfolge feierte, verstummten diese Stimmen. Und mit der Gründung ihres Labels unter eigenem Namen schaffte sie es dann sogar, dass der Name McCartney heute nicht nur mit Musik, sondern auch mit wunderbarer, ethischer Mode assoziiert wird.

Am kommenden Mittwoch wird Stella McCartney auf die Mercedes Benz Fashion Week kommen und den „P&C Designer for Tomorrow“-Award verleihen. STYLEBOOK freut sich schon auf das Gespräch mit dieser einzigartigen Frau!

Mode von Stella McCartney gibt's auch im STYLEBOOK-Shop:


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