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Megashow trotz Aktieneinbruch
von Thomas Helbing
So schön ist die Krise bei Burberry

Die Burberry-Show ist einer der Höhepunkte der Londoner Modemoche. Wie immer hatte das Brit-Label extra für den Anlass einen gläsernen Pavillon am Rande des Hyde Parks bauen lassen und eine opulente Show nebst hochkarätiger Front Row abgeliefert. Dabei Tuschelthema Nummer 1 unter den Gästen: die Aktienkrise des Brit-Labels.

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    Foto: getty images

    Bei Burberry schimmerten Kleider wie Bonbonpapier





Bei Burberry herrscht Krisenstimmung. Just am Tag der Show gab es keine gute Nachrichten von der Börse: Minus zwei Prozent für die Burberry-Aktie, dabei hatte diese bereits vergangene Woche 18 Prozent ihres Wertes verloren.

Grotesk, dass Burberry-Designer Christopher Bailey ausgerechnet auf opulente Metallic-Looks für den kommenden Sommer setzt. So als hätte er noch in letzter Minute die Portokasse gerettet und in silbrig schimmernde Trenchcoats in den Farben des Regenbogens gegossen.

Dazu zeigte Bailey neben figurbetonten, eleganten Bustierkleidern und ultraknappen Micro-Shorts (Sex sells?) cocoonartige Bolerojäckchen und Kimono-Blazer (STYLEBOOK-Favorit eine voluminöse Jacke aus nougatfarbenem Leder) vielleicht um genau jene asiatische Klientel anzulocken, die für die Krise bei Burberry mitverantwortlich ist. Vor allem in Asien gehe die Nachfrage an Luxusgütern drastisch zurück, heißt es aus der Burberry Geschäftsführung. Gut verkaufen dürften sich auch die Doctor-Bags und Pumps mit Keilabsatz ebenfalls im Metallic-Look.

Glänzend besetzt war natürlich auch die Front Row mit Dita von Teese, Olivia Palermo, Laura Bailey, Mario Testino und Tali Lennox. Absoluter Star war allerdings Tennisheld Andy Murray, der vor genau einer Woche nach 76 Jahren Großbritannien endlich wieder einen Grand Slam Titel bescherte. Wenigstens diese Krise haben die Briten schon mal mit Bravour gemeistert.

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