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Mailand Fashion Week
von Christine Korte
Stylebook trifft Veronica Etro

Das Hippie-Label Etro ließ mit seiner Sommerkollektion 2012 die 20er wieder aufleben: Zum Charleston schlenderten die Models in Kleidern ohne Taille mit graphischen Mustern über den Laufsteg. STYLEBOOK sprach mit der Designerin Veronica Etro vor der Show darüber, was sie inspiriert, wie sie relaxt und über ihre Familie, die das Label Etro bereits seit 1968 führt.

  • Etro Fashion Week Mailand

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    Foto: wenn.com

    Warme Erdtöne verwendet Designerin Veronica Etro für ihre Sommerkollektion 2012

Als STYLEBOOK die italienische Designerin Backstage trifft, sind wir überrascht. Kein aufgeregtes Rumgerenne, kein entnervtes Schreien. Tiefenentspannt und mit einem freundlichen Lächeln begrüßt uns die Designerin. Wie kann sie nur so ruhig bleiben?

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Ich stehe einfach hinter meinen Designs und meiner Idee. Außerdem bin ich sehr gut vorbereitet. Ganz die deutsche Schule. Ich bin sehr diszipliniert und gut organisiert. Wenn nichts fehlt, kann man auch nicht in Panik geraten, sagt Veronica Etro.

Ein Bilck auf die Kleiderstangen beweist, dass hier jede Kreation für die bevorstehende Show ordentlich an seinem Platz hängt, jedes Kleid wie ein Schatz behandelt wird. Welches modische Thema steckt hinter der Sommerkollektion 2012?

Weiblichkeit. Die Kollektion besteht größtenteils aus Kleidern. Ich habe mich von den 20er Jahren inspirieren lassen, insbesondere von einer bestimmten Kunstrichtung, dem Futurismus, was der Kollektion eine sehr moderne Note gibt. Die Schnitte sind alle sehr simpel. Allein die futuristischen Muster formen den Körper.

Lässig-elegante Kreationen für Frauen, die sich nicht in ein Korsett pressen lassen, sondern 'Spaß am Leben' haben. Wie die Designerin selbst. Muss sie denn nicht auch manchmal wütend werden und sich gegen die Männer ihrer Familie durchsetzen?

Nein! Natürlich kämpfe ich für meine Ideen. Aber wir verstehen uns alle sehr gut.

Ihr Vater Gimmo gründete das Label 1968 und ist heute noch Manager der Firma. Ihr Bruder Kean kümmert sich um die Herrenkollektion, Jacopo um die Accessoires und Ippolito um die Finanzen. Veronica selbst ist seit 2000 für die Frauenkollektion verantwortlich. Bei so einer Familie, kommt man da nicht schon als Designer zur Welt?

Ich würde eher sagen, dass ich als Kreativer geboren wurde. Ich liebe Fotografie, Schmuck, Interior-Design und ich schaffe gerne etwas mit meinen Händen.

Und wie gestaltet sie ihre kreative Pause nach der Show?

Ich werde Zeit mit meinen Kindern verbringen, lacht die Italienerin und verabschiedet sich bei STYLEBOOK auf Deutsch mit einem 'Tschüss'.

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