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Premiere des ersten Mode-Pornos
von Stephanie Beckmann
Höhepunkt zum Start der Fashion Week

Zum Auftakt der Fashion Week wurde gestern der erste Fashion-Porno, produziert von Modeblog „Dandy Diary“, gezeigt. Drei Minuten Sex mit Mode.

  • 1/12

    Foto: carlos andres lopez

    Der erste Fashion-Porno (übrigens mit überraschend guten Laien-Darstellern) kommt von „Dandy Diary“ und wurde gestern in Berlin Kreuzberg gezeigt

„Ich bin auf einer Vernissage“, flüstert der Typ neben mir in sein Handy und blättert in den Pornoheften. So könnte man das auch nennen. Wir stehen in einem Sex-Shop auf der Urbanstraße in Berlin-Kreuzberg. Es sieht so aus, wie man sich das vorstellt, wenn man noch nie in so was drin war. Vielleicht noch etwas schmuddeliger.

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Lockt das kleine Etablissement von Weitem schon mit großzügiger, eindeutiger Leuchtreklame, geht es im Laden richtig zur Sache: Wellige Schmuddelblättchen, Porno-Videos, Sex-Spielzeug, riesige Brüste auf riesigen Postern. Das alles drängelt sich an den Wänden und in den Regalen und dazwischen drängeln sich Mitte-Hipster in Massen – was für ein Bild!

Die Besitzer hinter dem Kassentresen trauen der belustigten Meute nicht so ganz und beobachten ernst das Geschehen. Wir schieben uns in den hinteren Bereich, an Kabinen mit Bildschirm und Zewa-Rolle vorbei, bis zum Stunden-Bett für 15 Euro. Anfassen will man nichts, und bevor sich Filme im Kopf abspielen, schauen wir uns den Streifen doch mal an, wegen dem alle hier sind.

Mit dem Titel „Será el Comienzo“ (übersetzt „Das Ende ist mein Anfang“) präsentierten David Kurt Karl Roth (27) und Carl Jakob Haupt (27) vom Modeblog „Dandy Diary“ gestern ihren Fashion-Porno: Ein etwa drei Minuten kurzer Film, der überraschenderweise mit dem vermeintlichen Ende vom Sex, dem männlichen Höhepunkt, beginnt. Die weibliche Hand, die dabei behilflich ist, trägt einen großen goldenen Ring. Das Bild bleibt im pikantesten Moment stehen, die eingeblendete Schrift verrät den Designer: „Ring: Unisex Curated by JP Singson“.  Und so geht es weiter, eher subtil versteckt sich Mode von Esther Perbandt bis Dior zwischen den fleischigen Sequenzen in Großaufnahme.

Für einen Porno sehr ästhetisch, finden wir und wollen wissen, woher die beiden hübschen Hauptdarsteller kommen. Sie aus Puerto Rico und er aus Polen, verrät jemand. Angeblich wurden die beiden auf ihrer Durchreise gecastet und machten mit, weil sie ein bisschen Geld gebrauchen konnten.

Fashion-Filme feiern seit ein paar Jahren ein neues künstlerisches Genre und erfreuen sich großer Beliebtheit. Die beiden Produzenten haben mit ihrer Interpretation den konsequentesten Fashion-Film drehen wollen, schließlich gehören Mode und Sex zusammen. Das ist gelungen, würden wir sagen – und Spaß hat es auch gemacht!

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