Oscar-Roben in Gold, Weiß, Rot
von Christiane Hoffmann
Die modischen Gewinner

Es ist die größte Verleihung der Welt - die „84. Annual Academy Awards“! ALLE wollen den goldenen Kerl, ALLE wollen glänzen. Der wichtigste Preis - und DER Jahrmarkt der Eitelkeiten...

Die Oscars waren eine Nacht der NOSTALGIE in Sachen Film UND Mode. Und knapp vier Stunden OHNE Überraschungen! Deutschland ging leer aus...​

Je fünf Oscars räumten „The Artist“ und „Hugo“ ab, die wichtigeren zweifelsohne der schwarz-weiße Stummfilm!​ Bester Film, beste Regie, bester Hauptdarsteller.


Herrlich zynisch, witzig, amüsant, aber leider mit schrecklich gefärbten Haaren der Moderator Billy Crystal, der zum 9. (!) Mal durch die Oscars führte: „Genießen sie es, denn nichts lenkt besser von der Wirtschaftskrise ab, als Millionären dabei zuzusehen, wie sie sich goldene Statuen schenken...“​

Apropos GOLD! Diverse Damen sahen aus wie der Oscar persönlich! George Clooney, der gegen Jean Dujardin („The Artist“) als bester Hauptdarsteller verlor, urteilte über sein Herzblatt Stacey Keibler (in Marchesa): „Ich habe schon meine Goldstatue“. ​

Ja, nostalgisches Gold und Glitzer war DER Trend. Very old - wie die beste Schauspielerin Meryl Streep (17. Nominierung, ihr 3. Oscar!) in Lanvin, Jennifer Lopez Zuhair Murad (die für unseren Geschmack ZU VIEL Dekolleté zeigte) - und sogar Miss Piggy in Zac Posen​.

Trend Nr. 2: Jungfräuliches WEISS!
Absolut genial, weil schlicht und großartig geschnitten - Gwyneth Paltrow in Tom Ford. Auch hübsch anzugucken: Cameron Diaz in Gucci, Rooney Mara in Givenchy Couture, Fürstin Charlène von Monaco in Akris und Milla Jovovich.​

Trend Nr. 3 - ROT
: Emma Stone hammermäßig in Giambattista Valli, Michelle Williams in Louis Vuitton und Natalie Portman in Dior, die aber ein bisschen Abschlussball-mäßig mit ihren Pünktchen wirkte.​

Was mochten wir nicht? Kelly Osbourne! Ihr grau gefärbtes Haar ist jetzt nahezu lila. Bérénice Bejo (The Artist) und Penelope Cruz, zwei wunderschöne Frauen, wirkten schrecklich langweilig in ihren biederen Roben und Glenn Close hätte auf die tussig-tuffige Rückfront ihres Kleides verzichten .

Kleidsamer als jede Robe - sind Emotionen! Absolut hinreißend waren die Tränen von Octavia Spencer, der besten Nebendarstellerin.​

Modisch völlig außer Konkurrenz lief Sacha Baron Cohen. Er sorgte für die Geschmacklosigkeit der Nacht. Er trug eine Urne mit dem Gesicht des nordkoreanischen Diktators Kim Jong-il. Darin angeblich seine sterblichen Überreste. Die Asche landete dann über dem niedlichen  TV-Moderator Ryan Seacrest und dessen „Burberry“-Anzug...​

Die gewaltigste Lüge tischte übrigens George Clooney auf. Er sagte: „Das hier ist kein Wettbewerb, sondern nur ein großer Spaß.“ Von wegen... Hätte er das auch gesagt, wenn er den Oscar geholt hätte? ​

Anzeige

Welches war Ihr Lieblings-Outfit?
Voten Sie für Ihren Favoriten auf der Facebook-Fanpage von Stylebook.de
!

Kommentare