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Foto: Action Press

Meryl Streep sorgt für Gänsehaut bei der Berlinale
Die goldene Lady

Zwei Oscars, 7 Golden Globes und unzählige Nominierungen für ihre Schauspielkunst hat Meryl Streep (62) bereits. Am Dienstagabend wurde sie auf der Berlinale mit dem Goldenen Ehrenbären geehrt – für ihr Lebenswerk, aber auch für ihren neuesten Coup als Maggie Thatcher in „The Iron Lady“.

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    Foto: Getty Images

    Am Dienstagabend besuchte Meryl Streep die Berlinale, um ihren Film „Die Eiserne Lady“ vorzustellen und einen Goldenen Ehrenbären zu erhalten

Berlin verbeugt sich vor einer der größten, wenn nicht DER größten Schauspielerin unserer Zeit: Meryl Streep wurde am Dienstagabend mit dem Goldenen Ehrenbären der Berlinale geehrt.

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Standing Ovations, nicht enden wollender Applaus und eine sichtlich gerührte Meryl Streep sorgten für Gänsehaut-Stimmung im ausverkauften Berlinale-Palast.

Auch wegen der Laudatio von Schauspiel-Kollege Jake Gyllenhaal (31), der sie nicht nur für ihre Leistungen als Schauspielerin, sondern auch als Mutter würdigte: „Weil sie beide Rollen so toll beherrscht, die der Schauspielerin und die der Mutter, das macht sie in meinen Augen zu einer Ikone.” Allerdings war es mit der Symphatie zwischen ihm und Meryl Streep anfangs nicht so toll: „Sie mochte micht nicht. Ihrer Meinung nach hatte ich einen schlechten Einfluss auf ihren Sohn Henry, mit dem ich Rap-Songs hörte und allerlei Unfug anstellte”, verriet Gyllenhaal.

Die Streep lachte herzlich, war zu Tränen gerührt und konterte: „Ja, du warst ein schlechter Einfluss für meinen Sohn.”

Anschließend bedankte sie sich vor allem bei den Regisseuren, Schauspielern („gibt es überhaupt jemand, mit dem ich noch nicht gespielt habe”, fragte sie keck) und den Menschen, die ebenso für ihren Erfolg stehen: „Ihr habt all die Arbeit und ich den Ruhm. Das ist unfair! Aber ich bin euch so dankbar.”

Genau dafür liebt sie das Publikum, für ihre Bescheidenheit und Nahbarkeit. Besonders dankte sie ihrem Maskenbildner J. Roy Helland, der seit 35 Jahren an ihrer Seite steht und zum ersten Mal für seine Leistung in „Die Eiserne Lady“ mit einem Bafta-Award ausgezeichnet wurde.

Im Film, der am 1. März in den deutschen Kinos startet, treffen zwei Ikonen ihrer Zeit aufeinander: Margaret Thatcher, Englands streitbare Premierministerin von 1979 bis 1990, die die Grenzen zwischen Geschlechtern und Klassen aufhob – verkörpert von Meryl Streep. In Großbritannien ist der Film nicht unumstritten – unbestreitbar ist die schauspielerische Leistung der Streep, die ihr nun schon zum 17. Mal eine Oscar-Nominierung einbrachte und somit so oft wie keiner ihres Fachs zuvor. 

Jake Gyllenhaal zu der Rolle: „Sie vereint all das, was Meryl Streep ausmacht: Kraft, Verstand, Einfühlungsvermögen, Stärke, Kampfgeist und Charme.“

Streeps Markenzeichen sind facettenreiche Porträts komplexer Charaktere, Studien von faszinierenden Persönlichkeiten in problematischen Entscheidungssituationen. Nicht wenige kritische Stimmen behaupten, sie könne sogar einen Putzlappen überzeugend spielen. Die Tochter einer Graphikerin und eines Pharmaunternehmers mit deutschen und schweizerischen Vorfahren hat stets eine glückliche Hand in der Rollenwahl bewiesen.

Streep fügt ihrer beispiellosen Karriere mit der Verkörperung von Margaret Thatcher einen weiteren Höhepunkt zu. Dabei wollte sie die Rolle der „Eisernen Lady“ anfangs gar nicht erst annehmen. Sie habe es als vermessen empfunden, als Amerikanerin eine englische Legende zu spielen.

Zweimal hat sie einen Academy Award bereits erhalten: 1979 als beste Nebendarstellerin im Scheidungsdrama „Kramer gegen Kramer” und 1983 als beste Hauptdarstellerin in „Sophies Entscheidung”. STYLEBOOK drückt die Daumen für Oscar Nummer 3.

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