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McCartney und Beckham für Fashion Award nominiert
Das Duell der Designerinnen

Sie sind beide Britinnen, beide erfolgreiche Designerinnen, 4-fach-Mütter und Stilvorbilder. Jetzt wurden sowohl Stella McCartney (40) wie auch Victoria Beckham (38) jeweils für den British Fashion Award als Designerin des Jahres nominiert. Und auch wenn diese zwei Damen so viel gemeinsam haben – ihre Kollektionen unterscheiden sich um ein Vielfaches. Welche da wohl am 27. November das Rennen machen wird? Wir lassen beide vorab zum Duell antreten.

Stella McCartney

Ihre Mode: Klare Linien, cleane Schnitte und eine reduzierte Farbpalette sind ebenso typisch für McCartney wie feminine Elemente und perfekt sitzende Blazer. In ihren Kollektionen wird man vergebens nach Fellen oder Ledern suchen (Vegetarierin!!!) – sie verwendet aber Wolle und Seide. Besonders beliebt sind McCartneys Designs bei Promi-Damen wie Gwen Stefani, Gwyneth Paltrow, Kate Winslet und Penelope Cruz. Ihre Entwürfe für Frühjahr/Sommer 2013 werden am 1. Oktober in Paris gezeigt.

Ihre Karriere: Nach dem Abschluss in Modedesign am renommierten Central St. Martins College im Jahr 1995 wurde Stella McCartney 1997 Nachfolgerin von Karl Lagerfeld als Art Direktorin bei Chloé. 2001 gründete sie ihr eigenes Label, das inzwischen in über 50 Ländern erhältlich ist. McCartney vertreibt unter ihrem Namen außerdem Parfums, eine Hautpflegeserie, Unterwäsche und eine Kinderkollektion. Für die olympischen Sommerspiele 2012 entwarf sie in Kooperation mit Adidas die Trikots der britischen Mannschaft.

Privatleben:
Ihr Vater ist Ex-Beatle Sir Paul McCartney, ihre Mutter die amerikanische Fotografin Linda McCartney. Als Kind reisten Stella und ihre drei Geschwister mit der Band ihres Vaters („Wings“) um die Welt. Inzwischen wohnt die Designerin fest in London und ist seit 2003 mit dem Verleger Alasdhair Willis verheiratet. Die beiden haben vier Kinder: Miller, Bailey, Beckett und Reiley.

Ihr persönlicher Stil: Unaufgeregt und casual trifft es wohl am besten. Am liebsten trägt Stella McCartney ein Jacket ihres eigenen Labels und kombiniert es über lässige Shirts und zu Skinny-Jeans. Für glamourösere Auftritte wirft sie sich entweder in ein schlichtes Minikleid, oder sie wagt einen tiefen Ausschnitt.

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    Foto: Getty Images

    Ihre Mode ist schlicht, aber nicht langweilig. Clean aber feminin. McCartney trifft immer den Zeitgeist, wählt die richtigen Farben und produziert ein It-Piece nach dem anderen

Fazit: Stella McCartney ist inzwischen fester Bestandteil der Designszene. Und auch wenn sie ihre Kollektionen inzwischen in Paris zeigt, ist sie durch und durch Britin. Allein weil sie so virtuos und spannend ist und fast jedes Teil ihrer Kollektionen ein Hit ist, sollte sie den Award so gut wie in der Tasche haben – cleane, coole aber trotzdem mädchenhafte Mode kann einfach keine besser!

Die Stylebook-Redaktion


Victoria Beckham

Ihre Mode: Zeitlos, elegant und weiblich. Die Kleider ihrer Linie Victoria Beckham sind meist knielang, enganliegend, etwas streng und nur durch Details wie Schößchen oder Reißverschlüsse gebrochen. Die Kollektion der Zweitlinie Victoria, Victoria Beckham ist dagegen verspielter. Stars, die ihre Mode schätzen: Elle McPherson, Heidi Klum, Blake Liveley und Eva Longoria. Am 9. September zeigt sie ihre Kollektion bei der Fashion Week in New York.

Ihre Karriere: In den 90er-Jahren lernten wir sie als „Posh“-Spice, eines von fünf Mitgliedern der Girlgroup „Spice Girls“, kennen. Nachdem sich die Band im Jahr 2000 trennte, versuchte sich Victoria an einer Solokarriere. Mehr Erfolg hatte sie aber mit der Mode. Ihr 2006 veröffentlichtes Buch „That Extra Half an Inch: Hair, Heels and Everything In Between“ – ein Mode-, Beauty- und Lifestyle-Ratgeber wurde in Großbritannien zum Bestseller. Unter ihrem Namen designt sie seit 2008 Kleider, Jeans, Sonnenbrillen und Accessoires – und sie ist beliebt.

Privatleben: Victoria ist (wie inzwischen jeder weiß) seit 1999 mit dem Profifußballer David Beckham verheiratet, und lebt mit ihm und ihren vier Kindern (Brooklyn, Romeo, Cruz und Harper) in Los Angeles. Ihre Familie ordnet sie keinesfalls ihrer Karriere unter. Im Gegenteil: Vicky ist als aufopfernde Mutter und liebevolle Ehefrau bekannt.

Ihr persönlicher Stil: Bis 2006 belächelten Fashionkritiker noch ihren detailverliebten Glamour-Style. Danach erfand sich Victoria neu. Seither wird sie für ihre Stilsicherheit und die sexy, aber klassischen Outfits bewundert. Mrs. Beckham selbst ist übrigens ihr bestes Model, ihre Kollektionen stehen ihr selbst am besten.

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    Foto: Getty Images

    Beide Linien „Victoria Beckham“ und „Victoria, Victoria Beckham“ (Bild) vereinen zeitlose Eleganz mit zeitgenössischen Elementen wie Schößchen, Reißverschlüssen oder Military-Details


Fazit: Sorry Victoria! Deine Sachen sind zwar alle der Hammer, zweifellos klassisch und weiblich. Aber um es mit Stella McCartney aufnehmen zu können, brauchst du wohl noch ein paar Jahre. Bis dahin beobachten wir aber mit Vergnügen deinen Siegeszug durch die Fashion-Szene. Vom Girlgroup-Hasen zur Mode-Queen – ein gelungenes Unterfangen!

Die Stylebook-Redaktion



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