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Für den Sommer 2015
von Thomas Helbing
Die schönsten Männer-Trends aus Paris

Bis vergangenen Sonntag zeigten die Pariser Designer, welche Mode Männer im Sommer 2015 tragen könnten. 51 offizielle Schauen und Präsentationen, hunderte von Looks – STYLEBOOK hat sich alles angeschaut und die wichtigsten Trends zusammen gefasst. Fazit: Die Männermode entspannt sich!

  • Carven, Dior Homme, Dries van Noten, Kolor, Juun.J

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    Foto: getty images

    Trend 1: Sportswear

    Sportswear wird straßentauglich. Von links: Anzug aus klassischem Wollstoff mit Tunnelzughose, softem Sakko und Blouson darunter bei Carven. Dior Homme kombinierte zum klassischen Zweiteiler und Hemd ein Streifen-Trikot aus steifem Hightech-Neopren. Eine Lehrstunde im Tanzsaal erteilte Dries van Noten, der sich vom Ballett inspirieren ließ.  Sportlicher Blouson und Short bei Kolor. Der koreanische Designer Juun.J kombinierte zum Edel-Jogger sportlichen V-Pulli und Parka aus Hightech-Faser. Der Trend bedeutet keinesfalls, einfach im Trainingsanzug ins Büro zu gehen, die Botschaft ist subtiler. Immer erlaubt sind hingegen Sneaker, am besten ganz weiße

Trend 1: Sportswear
Elemente und Materialien aus der Active- und Sportswear in die Konfektionsmode zu integrieren, ist – zugegeben – eine Tendenz, die bereits in der letzten Saison zu sehen war. Doch nicht in dieser Fülle und Breite. Blousons, kurze und lange Hosen im Jogging-Style, Tanktops, sportliche Parkas und Shirts blitzen wirklich in jeder Kollektion in irgendeiner Weise auf. Und wenn es nur kalkweiße Sneaker sind, sportliche Elemente wie Tunnelzüge und Kapuzen oder Materialien wie Neopren und Mesh. Ein Trend, der noch einige Saisons andauern wird und noch längst nicht seinen Höhepunkt erreicht hat.

Trend 2: Anti-Slim
Eigentlich leitet sich dieser Trend aus dem bereits erwähnten Sportswear-Hype ab. Soll heißen: Die Silhouetten in der Männermode werden wieder breiter und fließender, die Schultern runder, Ärmel und Hosenbeine oft extrem weit. Die Mode entspannt sich. Unbequeme Slim-Anzüge und kneifende Skinny-Jeans sind zum Glück kein Thema mehr. Weg damit! Woher die neue Bequemlichkeit? Sie ist dem neuen Männertypus geschuldet: sportliche, muskulöse Körper sind jetzt wieder en vogue und die brauchen Platz in der Klamotte.

Trend 3: Die neue Work-Wear
Lanvin-Designer Lucas Ossendrijver brachte diesen Trend in einem Statement auf den Punkt: „Der Lifestyle von Männern hat sich geändert. Sie fahren Fahrrad oder Metro. Sie tragen nicht unbedingt Anzüge. Und wenn sie es tun, dann anders als früher, mit Sneakern und hochgekrempelten Ärmeln.“ Oder sie tragen Jeans, das ikonische Piece für Arbeiter. Denim wird im kommenden Sommer oft bleached, also ausgewaschen getragen. Natürlich zum Sakko. Und ebenfalls in relaxten Schnitten. Auch hier ist der Skinny-Trend vorbei.

Trend 4: Ärmellos
Wer jetzt noch keins hat, muss es sich spätestens kommenden Sommer zulegen: das Gilet! Dabei handelt es sich um ein Sakko oder einen Gehrock, bei dem die Ärmel fehlen. Auch ärmellose Hemden werden uns in der Herrenmode im Sommer 2015 begegnen. Das heißt: Entweder Arme trainieren oder ein Shirt drunter ziehen. Die Designer zeigten beide Varianten.

Trend 5: Orange
Im Großen und Ganzen blieben die Farben recht maskulin und klassisch, es gibt viel Weiß, Schwarz, Steingrau, Marineblau. Vorherrschender Farbtupfer: Orange in verschiedenen Varianten. Entweder leuchtend und subtil eingesetzt als orangefarbener Gürtel, blass als Sweatshirt in Apricot oder feurig, fast ins Knallrote kippend, als Lederhose in Tangerine. Vorsicht: Blasse Nordeuropäer riskieren vor allem in kräftigen Orangetönen fahl und kränklich auszusehen.

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