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London Fashion Week: Designer feiern das Mini-Comeback

Foto: Getty Images

Londons Designer feiern das Mini-Comeback
von Thomas Helbing
In der Kürze liegt die Würze

Vor über 50 Jahren eroberte der Minirock von Londons Straßen aus die Welt. Jetzt kündigen Londons Schneider das große Mini-Revival für nächsten Sommer an. Oh là là!

Der nächste Sommer wird XS – extra short. Waren zuletzt die Rocksaumlängen Midi, Maxi oder knieumspielend, haben die Designer die Schere angesetzt und lassen den Saum ordentlich hochrutschen. Das sorgt für ordentlich Beinfreiheit.

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Der Mini ist zurück...
... in all seinen Formen: in ausgestellter A-Silhouette, eng wie ein Schlauch oder tulpenförmig. Natürlich auch als Kleid.  

Revival: ja, altbacken: nein
Natürlich kommt der Minirock 2015 modern daher. Entweder aus sportlichem Mesh (bei Topshop), aus hauchzarter Spitze (Julien Macdonald) oder aufwendig bestickt (Mary Katrantzou), mit Laser ausgestanzten Cut-Outs, aus metallisch glänzendem Leder (Felder Felder), aus Technostoffen (Christopher Raeburn) oder aus geprägter Baumwolle (Mulberry).
 
Die Kombi macht den Ton
In den Sechzigern war das kleine Stück Stoff politischer Sprengstoff. Klar, auch heute noch kann man mit einem Mini ganz schön provozieren. Doch wer clever kombiniert, nimmt ihm seine sexuell aufgeladene Power. Auf Londons Laufstegen gut zu sehen: Was unten an Stoff gespart wird, wird obenrum draufgepackt – am besten in voluminösen Oberteilen. Oft wird eine lange Jacke zum Mini kombiniert, deren Saum fast auf dem des Rockes endet. So wird’s sogar bürotauglich. Vorsicht mit Heels, die können in der Mini-Kombi schnell vulgär wirken. Bei Mini-Abendkleidern sind sie allerdings die einzige Option. Das Beste dann: So werden sogar Zwergen- zu Gazellenbeinen.


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