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Fashion Week: London Calling!
von Thomas Helbing
Die Designer, die Shows, der Style

Lange Zeit stand die London Fashion Week im Schatten von Mailand, New York und Paris. Doch die Modeszene der englischen Hauptstadt blüht und gilt als Kreativlabor. Was die Designer dort entwerfen, ist nicht immer unbedingt tragbar, zeigt aber die Trends, auf die es zu achten gilt.

  • Die Ideen von Londons kreativen Jungdesignern wie Christopher Kane (links) und Henry Holland (Mitte) finden mittlerweile in der ganzen Modeszene Beachtung. Ebenso der wilde Stil-Mix der Londoner selbst

1. Die spannendsten Designer:
Die Londoner Modewoche gehört vor allem den jungen, kreativen Designern. Was nicht sehr überrascht. Schließlich befindet sich mit dem Central Saint Martin's College DIE Kaderschmiede für kommende Designstars in der britischen Hauptstadt. Dort studierte auch der Schotte Christopher Kane (29). Seine Entwürfe sprudeln nur so über vor genialen Ideen: In der letzten Saison zeigte er z.B. Kleider aus Gel-Pads. Der Kanadier Erdem Moralioglu (29) erlernte sein Know-how ebenfalls in London, allerdings am Royal College of Art. Er wird wegen seiner opulenten Kleider als „Christian Lacroix von London“ bezeichnet und gewann 2010 den Nachwuchspreis der British Fashion Awards. Zu seinen Fans zählen Keira Knightley, Chloë Sevigny und Ashley Olsen. Noch größer ist die Promi-Fangemeinde von Giles Deacon (41). Der Ex-Kreativdirektor von Ungaro gilt mittlerweile als etablierter Designer und mit seinen Tabubrüchen als großer Exzentriker. Bei Rihanna und Gwyneth Paltrow steht u.a. der Rock'n'Roll-Chic der deutschstämmigen Modeschwestern Annette und Daniela Felder ganz hoch im Kurs. Und der düstere Style Hannah Marshalls erntet sogar von US-„Vogue“-Chefin Anna Wintour Applaus.

2. Die wichtigsten Shows:
Auch wenn einige angesagte britische Labels wie Alexander McQueen und Stella McCartney nach wie vor in Paris zeigen, muss sich London mit großen Namen nicht verstecken. Christopher Bailey von Burberry Prorsum zeigt schon seit mehreren Saisons wieder in London. Mulberry, Pringle of Scotland, Paul Smith und Matthew Williamson sind weitere Highlights im Programm. Die Einladungen zur Show des schwedischen Labels Acne sind mit die begehrtesten. Und das Ticket ins Fashion-Paradies kommt von Tom Ford, der am Sonntagabend zur exklusiven Soirée eingeladen hat.

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3. Der London Style: London ist die Stadt der ultralässigen Mode. Der Mix von Kleidern, Schuhen, Accessoires ist wilder als in New York, Paris oder Berlin. Die Londoner Stylistin Sasha Wilkins meint zum London Style: „Die britische Frau sieht immer ein wenig wie grade aus dem Bett gekommen aus. Diese mutige Diversität vermisse ich in New York sehr.“ Das Motto lautet: Trag, was dir gefällt. Je verrückter, desto besser. Beweise? Das Styling der „London Girls“ wie Alexa Chung, Peaches Geldof, Daisy Lowe, Agyness Deyn – und klar, Kate Moss – wird weltweit auf Mode-Blogs und in Hochglanz-Magazinen diskutiert und von jungen Frauen kopiert.

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