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Achtung, Mainstream!
Wird Lena Dunham jetzt ein Superstar?

Lena Dunham (27) ist eine Ikone – ganz Hollywood reißt sich um die junge Drehbuchautorin und Schauspielerin. Jetzt hat sogar Anna Wintour (63) eine Auge auf die Erfinderin der Erfolgs-Serie „Girls“ geworfen. Die „Vogue“ ist berühmt für Highgloss und retuschierte Perfektion. Dunham für ihren scharfen Verstand, ihren schlampigen Style und ihre normale Figur. Wie passt das zusammen?

  • Lena Dunham

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    Foto: Instagram, Getty Images

    Quirky vs. glamourös

    Auf Instagram beweist die quirlige Schauspielerin Mut zur Unperfektion, zeigt sich selbstbewusst im Pyjama. Letzte Woche bewies sie an der Seite von Anna Wintour im Promi-Hotel „Chateau Marmont“ in Los Angeles Mut zur Perfektion: Lena in einem eleganten Leder-Dress, auch Haare und Make-up sitzen. Der gemeinsame Auftritt mit der Chefredakteurin der Us-„Vogue“ befeuerte die Gerüchte, dass Dunham bald auf dem Cover des Magazins zu sehen sein wird

„Vogue“-Chefin Anna Wintour (63) holt sich gerne nicht nur Models, sondern auch Persönlichkeiten aufs Cover, zum Beispiel Talkmasterin Oprah Winfrey (59, war 1998 auf dem Titel) oder First Lady Michelle Obama (49, zierte 2009 und im April 2013 die „Vogue“). Doch egal, ob Schauspielerin, Denkerin, Politikerin – eines haben die Cover-Stars immer gemeinsam: Sie sind auf Frau von Welt gestylt, perfekt frisiert, in elegante, hochpreisige Designer-Mode gehüllt.

Nun will sich die berüchtigte Chefredakteurin Lena Dunham auf ihr Cover holen. Das ist smart, schließlich ist die junge, erfolgreiche Autorin (für ihr nächstes Buch erhielt sie als Vorschuß die spektakuläre Summe von 3,6 Millionen Dollar) Vorzeige-Intellektuelle und Sprachrohr der jungen Generation. Damit kann Wintour Frauen anlocken, die zwar Dunham lesen – aber nicht unbedingt die „Vogue“.

Allerdings kann man sich Lena Dunham nur schwer auf dem Hochglanz-Magazin vorstellen, zumindest nicht in ihrem eigenen Look und schon gar nicht in den Klamotten, in denen sie als Hannah Horvat in ihrer Serie „Girls“ berühmt wurde. Dieser Style reichte für die Cover von „i-D“ oder dem „Rolling Stone“, hier passte die schräge Dunham perfekt rein. Für die „Vogue“ wäre jetzt eine umfassende Typveränderung nötig.

Die Frage ist: Wollen wir das sehen? Dunham ist vor allem deshalb beliebt, weil sie normal ist – weil sie selbst im TV schlabberige Klamotten trägt und sich nicht für ihre Figur schämt. Weil sie schlau und exzentrisch ist, sich nicht vom Mainstream Hollywoods verbiegen lässt. Selbst auf dem roten Teppich – von Kopf bis Fuß gestylt – blieb sie sich bisher treu. Zu den Emmy-Awards im vergangenen September kam Lena zum Beispiel in großer Blumen-Robe von Prada. Dann aber unbedingt rückenfrei, so dass man erstens ihre Kurven und zweitens ihre vielen Tätowierungen sehen konnte.

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Sind Pfunde und Tattoos „Vogue“, Frau Wintour?

Die letzte große Überraschung auf der Us-„Vogue“ liegt schon einige Zeit zurück. Im Oktober 2011 holte Wintour Adele (25) auf ihr Cover, damals wurde die rundliche Sängerin gerade zum Weltstar. Eine Frau mit Übergewicht auf der „Vogue“! Adele sah auf dem Foto dann großartig aus – nur leider überhaupt nicht wie Adele. Beleuchtung und Retusche hatten aus der kurvigen Frau eine schlanke Frau mit großem Busen (immerhin!) gemacht. Das eigentliche Statement – seht her, da trägt jemand Größe 44 und sieht großartig aus – war verwässert worden, wurden kritische Stimmen damals laut. Adels Karriere hat das Cover freilich trotzdem nichts geschadet, im Gegenteil. Sie blieb die Gleiche, nur trug sie ab jetzt maßangefertigte Glitzerkleider von Burberry auf der Bühne. Auch das ist der „Vogue“-Effekt.

Wie wird Lena Dunham auf dem Cover aussehen? Bei einem ersten gemeinsam Auftritt mit Anna Wintour trug sie ein beigefarbenes Lederkleid und Smokey Eyes. Kein typischer Dunham-Look, aber immer noch edgy und cool. Lena Dunham ist bereit für diesen Spagat. Vielleicht ist es die US-„Vogue“ ja auch...  


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