Katjas Kladde
Mama-Matik - trotzdem sauglücklich

Katja Kessler schreibt in Ihrer Kolumne "Katjas Kladde" über Mamagefühle

Katjas Kladde von Katja Kessler

Hallo Mädels,

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mit dem Sich-Vermehren ist das so eine Sache: Eigentlich kann man gar nicht so richtig erklären beziehungsweise verstehen, was daran toll sein soll. Ist der kleine Untermieter nach zehn Monaten, in denen Mama ihre Kloschüssel zum Teil häufiger umarmt als ihren Mann, aus seiner Ein-Zimmer-Wohnung ausgezogen, siehst du aus wie ein sehr altes Känguru mit sehr leerem Beutel. Und schon mal was vom Bleistifttest gehört? Du klemmst den Stift unter den Busen - fällt er, dann guter Busen! Jetzt hält da vielfach auch ‘ne Gurke.
Und erst dieser Schlafterror! Beim KGB, so weiß man, war Schlafentzug ein beliebtes Folterinstrument, das selbst den härtesten Spion um Gnade winseln ließ. Yella zum Beispiel, meine Älteste, heute zehn, brüllte in ihren Baby-Hochtagen locker zwanzigmal pro Nacht die Bude zusammen.
Und wenn ich um vier Uhr morgens stoisch dachte „Mit mir nicht, Fräulein!” und die Konzerteinlage einfach ignorierte, machte es Klingeling an der Haustür und durch den Türspion erkannten wir unsere bademanteltragende Nachbarin vom Stockwerk drunter, die wissen wollte: „Brauchen Sie einen Arzt?”
Kolja, mein Drittgeborener, heute sechs, brachte die Farbe zurück in mein gestresstes Mutterleben. Im Wortsinne. Er verschönert nämlich seit jeher gern Wände und Möbel mit großformatigen Filzer- und Buntstift-Arbeiten à la Jonathan Meese. Ganz Künstler , darf’s natürlich auch kein Schrabbelmöbel oder eine Egalwand im Keller sein. Nein, bitte die Wohnzimmercouch oder das frisch gestrichene Gästeklo. Grrr!
Und mit „Du & Ich, wir zwei, ganz allein” abends auf der Couch hat sich’s übrigens auch erledigt. Da sitzt nämlich gern schon unsere Nachteule Lilly, drei Jahre alt, und hat gnädigerweise nichts dagegen, wenn sich ihre Alten dazusetzen.
Aber!! Minus und minus ergeben plus! Am Ende ist all das nicht wichtig! Wichtig ist: Kinder machen, dass du lachst. Erwachsene lachen im Schnitt 15-mal pro Tag, Kinder 400-mal. Lachen ist ansteckend. Kinder retten uns vor uns selbst. In diesem Sinne - wie heißt es noch in „Männerherzen”, Teil II? Befrüchtet Euch!
P.S.: Gerade hat Hollywoodstar Tori Spelling getwittert, dass sie ihr 4. Kind erwartet. Nummer drei ist fünf Monate alt...!
 
 

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