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Kandidaten-Poker bei Dior
Wer wird John Gallianos Nachfolger?

Nichts ist derzeit spannender als die Wechsel-Gerüchteküche bei Dior. Marc Jacobs (48) oder doch ein anderer? Täglich werden neue Namen ins Kandidatenkarussell geworfen. Nun ist ganz überraschend von Alexander Wang (27) als Nachfolger des geschassten John Galliano (50) die Rede.

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    Foto: dpa picture-alliance

    Neuester Wunschkandidat bei Dior soll laut einem Insider der Designer Alexander Wang sein


Obwohl noch nicht offiziell bestätigt, der Plan klang gut: Marc Jacobs, seit 1997 Kreativdirektor bei Louis Vuitton, wird Chef-Designer bei Dior. Die Verhandlungen mit Jacobs und LVMH-Chef Bernard Arnault sollen bereits laufen – zäh. Angeblich wurden dem Designer sogar zehn Millionen Euro Jahresgehalt geboten für den Dior-Thron. Wer würde da schon „Nein“ sagen, die Sache schien also so gut wie in trockenen Tüchern zu sein. Ebenfalls Jacobs Nachfolge bei Vuitton: Den Posten soll Phoebe Philo (38) übernehmen. Eine glückliche Wahl. Schließlich kommt die Britin ebenfalls aus dem Haus und hat das Label Céline unter ihrer Führung aus dem Dornröschenschlaf gerissen und zu einer der begehrtesten Marken in Paris verwandelt.

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Aber wie heißt es so schön: Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt! Nur wenige Tage vor der ersten Post-Galliano-Kollektion bei den Prêt-à-porter-Schauen in Paris kommt neuer Schwung ins Kandidaten-Karussell. Plötzlich soll Alexander Wang der Nachfolger von Galliano werden, zitiert die britische „Vogue“ eine nicht genannte Insider-Quelle.

Offenbar handelt es sich um einen Mitarbeiter des Luxuskonzerns. Dieser äußerte sich laut „Vogue UK“ wie folgt: „Für Dior ist es eine ziemlich knifflige Situation. Haider Ackermann ist zu unkonventionell für die Marke. Marc Jacobs will den Job, aber LVMH möchte ihn bei Louis Vuitton halten. Und Givenchy-Designer Riccardo Tisci ist laut eigener Aussage sehr glücklich mit seinem Posten und nicht sonderlich scharf auf den Dior-Posten.“

Ebenfalls als Kandidat galt lange Zeit der marokkanischstämmige Alber Elbaz (50), verantwortlich für die Damensparte bei Lanvin. Aber Alexander Wang?

Der 27-jährige Designer mit chinesischen Wurzeln wurde zwar gerade für seine futuristische Kollektion bei den New Yorker Schauen gefeiert, doch die überlebensgroße Aufgabe bei Dior, so Fashion-Insider, wäre wohl eine Nummer zu groß für „The Wunderkind“. Schließlich müsste sich Wang bei Dior nicht nur in der eh schon anspruchsvollen Prêt-à-porter-Mode, sondern auch in der Königsklasse „Haute Couture“ profilieren. Die Besetzung wäre definitiv ein Wagnis für Dior!

Ein noch größeres Unterfangen wäre allerdings, John Galliano würde auf seinen alten Posten zurückkehren. Franca Sozzani, Chefredakteurin der italienischen „Vogue“, hatte diese kühne Idee auf ihrem Blog verkündet. Absurd! Schließlich gilt John Galliano („I love Hitler“) wegen seiner rassistischen und antisemitischen Äußerungen als persona non grata, sprich unerwünscht, im Dior-Stammhaus an der Pariser Avenue Montaigne.

Derzeit führt dort Gallianos langjähriger Assistent Bill Gaytten (51) die Designgeschäfte. Auch die Prêt-à-porter-Kollektion, die am 30. September in Paris gezeigt wird, wird von Gaytten verantwortet. Ist er vielleicht am Ende der beste Kandidat!?

Wohl angeheizt von der Kandidatenfrage bei Dior kocht die Designer-Wechsel-Gerüchteküche derzeit über. Keine geringere als die einflussreiche und stets gut unterrichtete  Modekritikerin Suzy Menkes will wissen, dass Raf Simons (43), dessen Vertrag bei Jil Sander ausläuft, Stefano Pilati (Jahrgang 1965) bei Yves Saint Laurent als Chef-Designer ablösen soll. Pilati wiederum gilt als heißer Aspirant bei Armani, sollte der Gründer des italienischen Modegiganten, Giorgio Armani (77), sich demnächst in den Ruhestand zurückziehen. Und noch einer soll wieder groß im Modetheater mitspielen: Tom Ford. Der britische „Telegraph“ setzt den 50-jährigen Texaner schon mal auf den Chefsessel bei Louis Vuitton – dafür nur müsste Marc Jacobs zu Dior wechseln...

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