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„Germany’s next Topmodel“ macht nicht magersüchtig
Heidi Klum verstößt nicht gegen Jugendschutzgesetz

Gefährdet „Germany‘s next Topmodel“ die Jugend? Kritiker finden, die Show von Heidi Klum (42) würde ein gefährliches Schlankheitsideal vermitteln und Essstörungen fördern. Der Jugendmedienschutz sieht das allerdings anders.

Seit Jahren steht Heidi Klum mit ihrer Show „Germany‘s next Topmodel“ in der Kritik: Die Castingshow würde dazu beitragen, junge Mädchen in die Magersucht zu treiben. In einer Studie des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen im April hatte knapp ein Drittel der befragten 241 Patientinnen mit Essstörung angegeben, GNTM hätte einen „sehr starken Einfluss“ auf ihre eigene Krankheit gehabt. Ein weiteres Drittel attestierte einen „leichten Einfluss“.

  • Heidi Klum

    Foto: Getty Images

    Trotz KJM-Analyse: Die Kritik an Heidi Klum und GNTM wird nicht abbrechen

GNTM ist nicht gefährlich 
Nach verschiedenen Zuschauerbeschwerden hat die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) nun mehrere Folgen der letzten „Germany‘s next Topmodel“-Staffel analysiert, heißt es in einer Pressemitteilung der Aufsichtsstelle. Die Experten kamen zu dem Ergebnis, „dass diese gemäß den Bestimmungen des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV) nicht entwicklungsbeeinträchtigend für Kinder und Jugendliche sind.“ GNTM wird also nicht als jugendgefährdend eingestuft.

Heidi Klum ist ein gutes Vorbild
Schon mehrfach habe sich die KJM mit dem TV-Format beschäftigt, heißt es weiter. Es konnte jedoch nie ein Verstoß gegen den Jugendschutz festgestellt werden. Zwar herrsche in der Modewelt definitiv ein kritikwürdiges Schlankheitsideal vor. Problematische Szenen und Kommentare wie „Du bist zu dick“ würden aber relativiert, da sie ausschließlich auf die beruflichen Anforderungen als Laufsteg-Model bezogen seien. Für Heidi Klum hat die KJM sogar ein Lob über: Sie habe „im Lauf der Sendung den Kandidatinnen verdeutlicht, dass Hungern kein Weg sei.“

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