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Body-Shaming bei Walmart
Anprobe verweigert, weil Bloggerin zu dick ist

Eigentlich wollte Shiann Friesen (19) nur ein paar Klamotten bei Walmart anprobieren, doch eine Mitarbeiterin des Ladens hatte etwas dagegen: Die Kleidung würde dabei nur ausleiern.

Shiann Friesen ist 19 Jahre alt, wohnt in Kanada und hat nicht gerade die Figur eines Topmodels. Doch mit ihren Fashion-und Beauty-Videos erreicht die selbstbewusste Plus-Size-Bloggerin auf YouTube regelmäßig zehntausende Fans. Ihr neuester Clip schlägt derzeit aber aus anderen Gründen Wellen. Darin ist zu sehen, wie Shiann in einer Walmart Filiale von einer Angestellten wegen ihrer Figur an der Anprobe gehindert wird.

  • Shiann Fiersen

    Foto: Instagram

    Shiann Fiersen steht zu ihren Kurven

Walmart verweigert Plus-Size-Bloggerin Anprobe
„Versuchen Sie doch nicht etwas anzuprobieren, das offensichtlich nicht passen wird, mehr sage ich nicht“, so die Mitarbeiterin auf dem heimlich gefilmten Video. „Leiern Sie es einfach nicht aus. Mehr möchte ich nicht. Ich versuche, nicht unverschämt zu sein.“ In einem elfminütigen YouTube-Clip erzählt Shiann vom weiteren Verlauf der äußerst unangenehmen Begegnung – und die Empörung im Netz darüber ist groß. Auch Walmart selbst hat bereits reagiert und ist mit der Bloggerin in Kontakt getreten. „Jeder einzelne Person bei Walmart, mit der ich bisher gesprochen habe, tat es extrem leid und alle waren sehr geschockt, dass das in einem ihrer Geschäfte passiert ist“, verrät Shiann im Interview mit „People“.


Shiann kämpft gegen jegliche Form von Diskriminierung
Mit ihrer Story wolle sie nun auf Diskriminierung im Allgemeinen aufmerksam machen – denn Fat-Shaming sei längst nicht das einzige Problem. „Ich denke, Diskriminierung kann jeden treffen, dick oder dünn. Seit ich meine Geschichte öffentlich gemacht habe, haben sich auch schon Menschen gemeldet, denen ähnliches passiert ist, weil sie ‚zu dünn‘ gewesen seien“, verrät Shiann. „Ich hoffe, dass meine Story anderen das Selbstbewusstsein gibt, sich gegen Ungerechtigkeit und Diskriminierung zu wehren.“

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