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Foto: dpa picture-alliance

Fashion Week im Big Apple
von Susanna Riethmüller
5 Gründe, warum NYC die Modehauptstadt der Welt ist!

Am 6. September ist es wieder so weit: Startschuss für die Mercedes Benz Fashion Week in New York. Die Stadt ruht sowieso nie – aber spätestens jetzt ist hier an Schlaf nicht mehr zu denken. Noch mehr als Paris, London oder Mailand versetzt diese Modewoche Redakteure, Einkäufer und Fashionistas aus aller Welt in helle Aufregung. Doch warum ist New York die Modehauptstadt der Herzen? Fünf Antworten, gefunden von STYLEBOOK unterwegs am großen Apfel.

1. New York ist die schnellste Metropole der Welt
Keine Stadt verändert sich so rasant. Auch wer zweimal im Jahr zur Fashion Week herkommt, muss sich jedes Mal neu zurechtfinden. Immer ist ein anderer Stadtteil angesagt (zuletzt wanderte die Hipsteria geschlossen erst von der Lower Eastside auf die Bedford Avenue in Brooklyn, gerade ist sie unterwegs nach Park Slope oder schon wieder zurück nach Manhattan). Immer gibt es einen neuen Club, in dem man feiert (aktuell das Westway zwischen SoHo und West Village). Ein neues Restaurant, in dem man isst (derzeit das Fat Radish in Chinatown). Ein neues Museum, in dem sich die Kunst-Szene trifft (momentan warten die Art People auf die Eröffnung der neuen Downtown-Dependance des ehrwürdigen Whitney-Museums). Und natürlich ein angesagtes Hotel, in dem das Mode-Volk während der Fashion Week absteigen will (diese Saison das Wythe Hotel in Brooklyn). Ganz abgesehen von unzähligen neuen Shops, Galerien und Cafés, die jeden Tag eröffnen... Ohne Hoffnungen nehmen zu wollen: Ein klassischer Reiseführer hilft hier nicht weiter, Insidertipps sind gefragt – und Schnelligkeit. Viele der neuen Locations haben nämlich gar keine Lust, Mainstream zu werden und sind beim nächsten Besuch vielleicht schon wieder weg.   
 

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    Die New York Fashion Week




2. New York ist die stylischste Metropole der Welt
Die Fashion-Szene in New York setzt Trends. Vintage, Grunge, Fifth Avenue – hier vermischen sich die unterschiedlichsten Stilrichtungen zu einem lässigen, urbanen Mix. Die New Yorker wissen, wie es geht und schöpfen unendlich viel Kreativität aus dem multikulturellen Melting-Pot, der ihre Metropole nun mal ist: Hier vereint sich French Chic mit der Coolness Londons mit der Modetradition Mailands. Dazu kommt ein finanzieller Aspekt. Was man aus Berlin noch nicht kennt, ist hier schon Alltag: Die New Yorker sehen Mode als Investition und sind bereit, viel Geld für sie auszugeben. Der „It-Bag-Count“ ist beispielsweise hoch. Man sitzt im Café, während eine Mulberry- nach der Chanel- nach der Alexander Wang- nach der Céline-Tasche nach der anderen an einem vorbei schlendert.

3. New York hat die einflussreichsten Fashion-People
In New York sitzt das big old business: Anna Wintour, seit 1988 auf dem Chefsessel der US-„Vogue“. Außerdem: Wintours „bessere Hälfte“, Kreativdirektorin Grace Coddington, Cathy Horyn, die Stil-Kolumnistin der „New York Times“ oder Diane von Furstenberg, die als eine der einflussreichsten Designerinnen weltweit gilt. Sie bilden die graue Stil-Eminenz im Mode-Zirkus, sind älter und eingesessener als die Kollegen in Paris oder London. Noch länger im Geschäft ist nur Bill Cunningham. Der über 80-Jährige ist der Ur-Vater aller Streetstyle-Fotografen und noch immer täglich mit seinem Fahrrad unterwegs, auf der Suche nach tollen Looks für seine Kolumne „On the Street“ in der „New York Times“.  Ohne Cunningham hätte es Scott Schuman, eine NY-Streetstyle-Ikone der jüngeren Generation und besser bekannt als „The Sartorialist“, nie gegeben.
 
4. If you can make it there...
Früher oder später ziehen alle, die Mode machen wollen, nach New York – das war schon immer so und das wird auch so bleiben. In den letzten Jahren hat sich eine tolle Szene aus Autoren, Stylisten und Bloggern entwickelt, die große Karriere machen und das Geschäft auf unkonventionelle Weise mitbestimmen: Zum Beispiel das schwedische Model Elin Kling , die mittlerweile ein ganzes Imperium aus Blogs, Magazinen und Kollektionen leitet. Oder ihre französische Kollegin Garance Doré , die sich von der Illustratorin über einen eigenen Fashion-Blog zur Stil-Instanz gemausert hat. Dazu kommt eine Riege moderner It-Girls – das Model Olivia Palermo, die „Vogue“-Redakteurin Lauren Santo Domingo, die Fotografin Hanneli Mustaparta – die in der Stadt arbeiten und ihren Look prägen.

5. New York hat die aufregendste Fashion Week!
Die Modewoche im Big Apple ist schon an sich spannend: Labels wie Rodarte, Alexander Wang oder Victoria Beckham zeigen ihre Neuheiten. Mindestens genauso spannend ist aber das Drumherum. Allein die Front Rows sind rappelvoll mit Stars – nicht nur aus der Fashion-, sondern auch aus der Film- und Musik-Branche. Wo trifft man sonst Beyoncé, Charlize Theron und Nicky Hilton an einem Tag? Nicht zu vergessen die unzähligen Partys, die Modehäuser und Designer schmeißen. Die Stadt, die niemals schläft – so das Klischee. Wenigstens während der Fashion Week tut sie ganz sicher kein Auge zu...


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