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Foto: dpa picture-alliance

Fashion Week im Big Apple
von Susanna Riethmüller
Deshalb ist New York so cool

Am 8. September ist es wieder so weit: Startschuss für die Fashion Week in New York. Die Stadt ruht sowieso nie – aber spätestens jetzt ist hier an Schlaf nicht mehr zu denken. Noch mehr als Paris, London oder Mailand versetzt diese Modewoche Redakteure, Einkäufer und Fashionistas aus aller Welt in helle Aufregung. Doch warum ist New York die Modehauptstadt der Herzen? Fünf Antworten, gefunden von STYLEBOOK unterwegs am großen Apfel.

1. New York ist die schnellste Metropole der Welt!
Keine Stadt verändert sich so rasant. Auch wer zweimal im Jahr zur Fashion Week her kommt, muss sich jedes Mal neu zurecht finden. Immer ist ein anderer Stadtteil angesagt (zuletzt wanderte die Hipsteria geschlossen erst vom East Village in die Lower Eastside, dann nach Williamsburg). Immer gibt es einen neuen Club, in dem man feiert (aktuell das „Madame Wong“ in Soho/Chinatown). Ein neues Restaurant, in dem man isst (derzeit das „Smith and Mills“ in Tribeca, hier lunchen die Stilikonen Mary-Kate und Ashley Olsen). Ein neues Museum, in dem sich die Kunst-Szene trifft (etwa das „New Museum“ auf der Bowery; momentan munkeln die Art-People aber schon über eine neue Downtown-Dependance des ehrwürdigen Whitney-Museums). Und natürlich ein angesagtes Hotel, in dem das Mode-Volk während der Fashion Week absteigen will (diese Saison das Ace-Hotel in Midtown). Ganz abgesehen von unzähligen neuen Shops, Galerien und Cafés, die jeden Tag eröffnen. Ohne Hoffnungen nehmen zu wollen: Ein klassischer Reiseführer hilft hier nicht weiter, Insidertipps sind gefragt – und Schnelligkeit. Viele der neuen Locations haben nämlich gar keine Lust, Mainstream zu werden und sind beim nächsten Besuch vielleicht schon wieder weg.   
 
2. New York ist die stylischste Metropole der Welt!
Die Fashion-Szene in New York setzt Trends. Vintage, Grunge, Fifth Avenue – hier vermischen sich die unterschiedlichsten Stilrichtungen zu einem lässigen, urbanen Mix. Die New Yorker wissen, wie es geht! Kathrin Leist (32), lebt seit fast fünf Jahren in New York, arbeitet dort als Mode-Journalistin und Designerin, schreibt unter anderem für das erfolgreiche Modeblog „Two for Fashion“. Sie sagt: „Den eignen Stil zu finden, ist für New Yorker eine Lebensaufgabe. Sie ziehen sich sehr bewusst an, auch wenn sie so lässig aussehen, als wären sie in ihre Outfits hineingestolpert. Cool, sexy, eklektisch sind drei Eigenschaften, die auf diesen Stil zutreffen.“
 
3. Die New Yorker haben den coolsten Style!
Kathrin Leist findet: Die Mischung macht’s. „Die Stile der großen Fashionmetropolen mischen sich hier, da viele Leute, die heute in New York wohnen, zum Beispiel aus Paris oder London kommen.“ Der Rest ist vor allem eine Frage der Einstellung – sich und sein Outfit nicht zu ernst zu nehmen, auch wenn es perfekt ist. Schauspielerin Zoe Saldana (33, „Avatar“) ist Fan des New Yorker Styles und sagte kürzlich in einem Interview: „Ich kann es nicht ertragen, wenn sich Leute zu sehr in ihre Kleidung reinsteigern, nur weil sie damit Eindruck schinden wollen. In Los Angeles ist das Gang und Gebe. Du musst deine Klamotten tragen – deine Klamotten können nicht dich tragen. New Yorker verstehen das.“

4. If you can make it there... New York hat die einflussreichsten Fashion-People.
Früher oder später ziehen alle, die Mode machen wollen, hierher. Ob Designerin Margherita Missoni, Model/Stylistin/Modejournalistin Elin Kling, Schauspielerin/Fashionista Olivia Palermo, Moderatorin/Styling-Rebell Alexa Chung...und wo immer sich eine Fahrstuhltür öffnet, könnte einem Star-Fotograf Terry Richardson oder Supermodel Karolina Kurkova entgegen kommen. Außerdem sind da natürlich noch die ganz großen Fashion-Fische: Anna Wintour, seit 1988 auf dem Chefsessel der US-„Vogue“. Außerdem: Wintours „bessere Hälfte“, Kreativdirektorin Grace Coddington, und Cathy Horyn, die Stil-Kolumnistin der „New York Times“. Sie entscheiden, welche Entwürfe es von den Laufstegen in die Shops und damit auch auf die Straße schaffen – und zwar weltweit. Dort werden sie dann von Bill Cunningham, mittlerweile 82 Jahre alt, fotografiert. Der Ur-Vater aller Streetstyle-Fotografen ist noch immer täglich mit seinem Fahrrad unterwegs, auf der Suche nach tollen Looks für seine Kolumne „On the Street“. Ohne Cunningham hätte es Scott Schuman, eine NY-Streetstyle-Ikone der jüngeren Generation und besser bekannt als „The Sartorialist“, nie gegeben.
 
5. New York hat die aufregendsten Front Rows.
Während der Modewoche am Big Apple ist das Drumherum fast spannender als das eigentliche Geschehen auf dem Laufsteg. Die ersten Reihen sind rappelvoll mit Stars – nicht nur aus der Fashion-, sondern auch aus der Film- und Musik-Branche. Kathrin Leist: „Wo trifft man sonst Lenny Kravitz, flirtet mit Bryan Adams und quatscht mit Paris Hilton?“ Nicht zu vergessen die unzähligen Partys, die die Labels, Modehäuser und Designer schmeißen. Die Stadt die niemals schläft – so das Klischee. Wenigstens während der Fashion Week tut sie ganz sicher kein Auge zu...

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