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Stil der Parisienne
von Nina Dinkelmeyer
Französinnen mit dem gewissen Etwas

Stylebook zeigt, welche französischen Mesdames man während der Fashion Week in Paris im Auge haben sollte , weil sie uns mit ihrem Stil und ihrer Ausstrahlung beeindrucken. Die französischen It-Girls haben dieses „Je ne sais quoi“ – dieses gewisse Etwas.

Clémence Poésy (29)

Sie wuchs ohne Fernseher auf, und trotzdem wurde sie Schauspielerin. Clémence Poésy, die von sich selbst sagt, sie hätte „ein komisches Gesicht“, ist prädestiniert auf die Rolle der Schönen: Ihren internationalen Durchbruch schaffte die Schauspielerin mit den „Harry Potter“-Filmen, in denen sie die Enkelin einer Veela, einem feengleichen Wesen mit silberblonden Haaren, spielte. In der Verfilmung von Leo Tolstois „Krieg und Frieden“ war sie als hübsche, lebenslustige Natascha zu sehen.

Ihr Stil: Zierlich, klassisch, anmutig – Clémence Poésy ist eine typische Französin, trägt gerne Chanel und Dior. Egal, ob Designerrobe oder Jeans und T-Shirt – bei ihr wirkt alles immer ganz selbstverständlich. Sie selbst modelte bereits für Chloé sowie die Jeans-Marke G-Star.

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    Lou Doillon

Léa Seydoux (27)
In Frankreich ist die Pariserin, die aus einer Filmfamilie stammt, längst ein Star. International machte Léa Seydoux mit Nebenrollen in „Inglourious Basterds“ und „Midnight in Paris“ von sich reden. Seitdem haben viele ihre ganz besondere Aura entdeckt. Sie gilt als Woody Allens neue Muse und ist das Gesicht einer Prada-Kampagne. Jetzt soll sie auch noch – ausgerechnet – Tom Cruise den Kopf verdreht haben. Die beiden lernten sich bei Dreharbeiten zu „Mission: Impossible 4“ kennen.
 
Ihr Stil: Léa Seydoux hat das, was Frauen unwiderstehlich macht: eine süße Zahnlücke, tolle, große Augen und dann ist da noch dieses Burschikose, Androgyne, das durch ihren Pixie-Haarschnitt noch stärker betont wird. Bei ihr wirkt alles natürlich, egal ob sie Klassiker wie Acne-Jeans mit weißem Shirt und Hermès-Schal oder ausgefallene Abendroben trägt.

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    Joséphine De La Baume

Jenna (25), Claire (24), Prisca (25) und Virginie (26) Courtin-Clarins
Gibt es eine bessere Werbung für die eigene Marke als vier stylische, langbeinige It-Girls? Jenna, Claire, Prisca und Virginie sind die Enkelinnen von Jacques Courtin-Clarins, dem Gründer der Kosmetikmarke Clarins. Die vier sind bei Modenschauen gerngesehene Gäste in der Front Row, seit kurzem haben sie auch ihr eigenes Blog . Heimliche Stars des Quartetts: die blonden Schwestern Claire und Virginie.

Stil: Die vier kleiden sich sehr unterschiedlich: Von rockig (Jenna) über klassisch (Virgine und Prisca) und bis hin zu feenhaft (Claire). Eines aber haben sie gemeinsam: Sie wirken immer glamourös, elegant und ein kleines bisschen extravagant. Sogar Anna Wintour ist mittlerweile Fan des Quartetts.

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    Julia Restoin-Roitfeld

Stephanie LaCava (28)
Mode begeisterte Stephanie LaCava schon immer: Als Kind nahm ihr ihre Mutter regelmäßig all ihren Plastikschmuck ab. „Ich wollte immer alles auf einmal tragen“ sagt sie. Stephanie LaCava wurde in New York geboren, wuchs aber in Paris auf. Schon damals liebte sie Vintage-Stücke, Bücher und Magazine. Heute arbeitet LaCava als Autorin für Magazine wie „Vogue“ und „Paris Review Daily“ und hat ein eigenes Blog . Im Dezember erscheint ihr erstes Buch „An Extraordinary Theory of Objects“.
 
Ihr Stil: Das Paris der 90er-Jahre hat sie modisch geprägt, findet Stephanie LaCava:  „Eine Mischung aus 90er-Grunge und Minimalismus, gepaart mit einer dunklen Weiblichkeit“ – so beschreibt sie ihren Stil. Zu ihren Ikonen zählt sie Antoine de Saint-Exupéry („Der kleine Prinz“) und Alice im Wunderland. An ihr einfach bezaubernd: Roter Lippenstift, der perfekt zu ihrem hellen Teint und ihren erdbeerroten Haaren passt.

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    Clémence Poésy

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Lou Doillon (30)

Was für ein bewegtes Leben! Mit fünf ergatterte Lou Doillon, die Tochter von Jane Birkin, ihre erste Filmrolle. Im Alter von elf Jahren war sie bereits gepierct und tätowiert. Als Teenager fing sie an zu modeln. Und mit 19 Jahren wurde die Französin Mutter. Heute arbeitet Lou Doillon als Schauspielerin („Polisse“) und Model. Im September brachte sie außerdem ihr erstes Album („Places“) heraus.

Ihr Stil: Lou Doillon steht für unangepasste, eigenwillige Schönheit. Als Teenager trug die Schauspielerin Dreadlocks und Leggins, am liebten shoppte sie auf dem Flohmarkt. Designerroben zu wilder Haarfrisur, Jeansjacke zum kleinen Schwarzen: Heute beherrscht sie Stilbrüche in Perfektion. Mit ihrem „Je ne sais quoi'“, dem gewissen Etwas, hat sie es zur Muse des Labels Givenchy gebracht.

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    Léa Seydoux

Joséphine De La Baume (27)
Und noch so ein Multitalent, das sich nicht in eine Schublade stecken lassen will: Joséphine De La Baume, die Ehefrau von Produzent und DJ Mark Ronson, ist Schauspielerin, Model (Agent Provocateur, Mango) und hat mit ihrem Bruder Alexandre zusammen die Band SingTank gegründet. Das erste Album „In Wonder“ erschien im Juli und das klingt poppig, melancholisch und zu gut, als dass man ihr vorwerfen könnte, jetzt auch noch plötzlich Musik zu machen.

Ihr Stil: Joséphine de la Baume bezeichnet ihren Stil als „dreamcore": zum Teil verträumt, zum Teil hardcore. Im Alltag kleidet sie sich gerne lässig, auf dem roten Teppich dagegen sehr dramatisch. Ihre Markenzeichen: rote Haare (die eigentlich blond sind), tiefschwarz geschminkte Augen, roter Kussmund. Sehr femme, sehr fatale!

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    Claire, Prisca, Jenna und Virgine Courtin-Clarins

Julia Restoin-Roitfeld (31)
Sie wuchs mit Mode auf, mit Fashion Shows, Designerkleidung und Modemagazinen. Kein Wunder, ihre Mutter ist Carine Roitfeld, die frühere Chefredakteurin der französischen Vogue. Heute arbeitet Julia Restoin-Roitfeld, die in New York Design studierte und der gerne der Beiname „intellektuelles It-Girl“ verpasst wird, als Art-Direktorin und Model in New York. Im Mai brachte sie ihre erste Tochter Romy zur Welt.
 
Ihr Stil: Was sie trägt, wird im Blog „I want to be a Roitfeld“ bis ins kleinste Detail dokumentiert. Julia Restoin-Roitfeld schwört auf Labels wie Chanel, Acne und Miu Miu, häufig sieht man sie in Schwarz, was ihr etwas Schneewitchenhaftes verleiht. Ihre Stilikone ist Romy Schneider – weil sie „obwohl sie Deutsche war, den wahren, französischen Chic repräsentierte“, so Roitfeld im Magazin „W“.

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    Stephanie LaCava




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