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Wie war „Fashion Hero“? Claudia, wir haben leider kein Foto für dich!

von Julia Wagner

Gestern lief die erste Folge von „Fashion Hero“ im TV – die Vorfreude war groß, die Enttäuschung hinterher leider noch größer.

  • Fashion-Hero: Erste Folge mit Claudia Schiffer im TV

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    Foto: Pro Sieben/ Richard Hübner

    „Fashion Hero“-Mentorin Claudia Schiffer mit ihren zwei Kollegen: der Kommunikationstrainerin Uta Hüsch (li.) und dem Stylisten Sascha Lilic (r.). Der Job der drei in der Show? Nicht ganz klar, aber vor allem optimistisch „toll“ rufen! Vielleicht bleibt in dem vollgepackten Format aber auch nicht genug Zeit für mehr

Claudia Schiffer (43) ist also gestern nach 18 Jahren auf den Bildschirm zurückgekehrt. 1995 wurde ihre Talk-Show „Close up“ nach nur einer Folge eingestellt – und alle, die diesen Flop verdrängt hatten, fragten sich, warum „La Schiffer“ so lange nicht mehr im TV zu sehen war. Gestern gab sie selbst die Antwort. Cloooodia mag eine der schönsten Frauen der Welt sein, für das Fernsehen wurde sie leider nicht geboren.

Um es kurz zu machen: Claudia hat die Ausstrahlung eines Kühlschranks. Man vermisst fast schon schmerzlich die Herzlichkeit und Fröhlichkeit einer Heidi Klum (40), auch wenn man alles andere als Klum-Fan ist. Claudia steht rum, sieht gut aus – und sagt nicht viel mehr als „toll“ oder „Ja, das ist toll“. Als Zuschauer ist man spätestens bei dem dritten „toll“ weggedöst.

Als Topmodel soll die Schiffer ja eigentlich die Fashion-Kompetenz der Sendung verkörpern. Klappt nur leider nicht. Als Claudia gestern etwa versucht, Kandidatin Doris Schwenk zu beraten, schlägt diese sie in die Flucht. Schließlich muss „das Kleid fertig werden – auch wenn eine Claudia Schiffer neben mir sitzt“. Okay, also nicht einmal sie will mit Claudia plaudern.

Und will Claudia, die früher für Haute-Couture Shows wie Chanel über den Catwalk lief, uns ernsthaft „Jeggings“ als „in“ verkaufen? Immerhin soll es in der Show ja auch um Trends gehen. Gestern erklärte sie Moderator Steven Gätjen, dass dies eine Mischung aus Jeans und Leggings sei. Und natürlich findet sie diese „toll“. Also, wir Modeinteressierten haben Jeggings schon vor längerer Zeit aus dem Schrank aussortiert. Von einem Topmodel hätten wir mehr erwarten, vor allem aber auch eine Meinung. „Mach die Jacke doch mal ein bisschen kürzer“ – das ist leider noch kein Mode-Statement.

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Heidi Klum hat ja gerade erst einen „Emmy“ als beste Moderatorin für „Project Runway“ erhalten. Ein Format übrigens, das nach dem exakt gleichen Prinzip funktioniert wie „Fashion Hero“, allerdings schon seit 2004 sehr erfolgreich im US-TV läuft. Warum hat man nicht eigentlich gleich Heidi für eine deutsche Version angefragt? Wer Klum bei der New York Fashion Week erlebt hat, als sie auf dem „Project Runway“-Catwalk die Nominierung verkündete, der merkte, wie sehr das Model diese Sendung liebt, mitfiebert und mit mütterlichem Stolz über ihre Kandidaten wacht. Und vor allem: Heid weiß, wie man Spannung im TV aufbaut.

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