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Thema

Regenbogenhaare, Tattoos, Kurven
Das Erfolgsgeheimnis der neuen Model-Generation

Anders ist das neue Schön! Tattoos, XXL-Kurven, Regenbogen-Haare – immer mehr ganz spezielle Model-Typen erobern jetzt die Laufstege. Die Norm ist out. Individualität in! Wir erklären drei Stars einer neuen Model-Generation!

  • Thi Thuy, Joshua Williams und Jordyn Woods (v.l.) sind die neuen Wilden in der Model-Szene.

Unter seinem rechten Auge prangt ein Petruskreuz, unter dem linken Batmans Fledermaus-Logo. Zieht Joshua Williams sein T-Shirt aus, gibt er den Blick auf sein trainiertes Sixpack frei – und noch mehr Tattoos. Vor ein paar Jahren waren tätowierte Models noch ein Tabu. Wer trotzdem zu Fotoshootings oder auf den Catwalk wollte, musste mit Camouflage-Make-up die Stiche abdecken. Vorbei, diese Zeiten! Die Branche hat sich dem Zeitgeist angepasst. Joshua Williams ist trotz seines Körperschmucks ein gefragtes Model. Oder gerade deswegen?

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Ein von JOSHUA WILLIAMS (@joshua_tatted) gepostetes Foto am

Anders sein, sich bewusst von der Masse abgrenzen – Williams, aber auch Thi Thuy und Jordyn Woods haben damit Erfolg. Mode-Giganten wie ASOS setzen auf Individualität! Anders ist das neue Schön!

Jordyn Woods: Vom Instagram-Star zum Curvy Model
Bei Jordyn Woods ist genau diese Authentizität ausschlaggebend: Als beste Freundin von Kardashian-Küken Kylie Jenner wurde sie erst zum Star auf Instagram mit über zwei Millionen Followern. Mittlerweile hat sie sich einen Namen als Curvy Model gemacht. Unter Vertrag ist die 19-Jährige bei der Agentur „Wilhelmina“ New York.

a night out in 🇬🇧 stopped by @houseofcb today and got the cutest dresses💋

Ein von Heir Jordyn (@jordynwoods) gepostetes Foto am

„Daran sieht man, dass auch die Größen der Branche auf Plus Size und neue Facetten bei Models setzen“, erklärt Modelagentur-Boss Stephan M. Czaja. Und Woods erklärt im „New York Magazine“: „Hoffentlich hören wir irgendwann damit auf, den Begriff Plus-Size zu benutzen und schaffen einfach eine weitere Definition davon, was ein Model ist.“

Today @beautycon.. Thank you for having me!! 💕

Ein von Heir Jordyn (@jordynwoods) gepostetes Foto am

Die Chancen dafür stehen gut. „Gerade wenn es um Schönheitsideale geht, sind Social-Media-Stars heute tonangebender als die Kampagnen aus der herkömmlichen Unternehmenskommunikation“, sagt Medienpsychologe Jo Groebel. Und auch Czaja hält Social Media heute für einen wichtigen Faktor: „Man bucht sich theoretisch nicht nur ein schönes Gesicht für die eigene Werbekampagne, sondern direkt eine ganze Fanbase dazu.“ Für die Marken ein unglaublicher Mehrwert.

Last day at @asos_studio for now 🇬🇧 new hair👀 @radiantlondonsalon

Ein von Heir Jordyn (@jordynwoods) gepostetes Foto am

Soziale Netzwerke wie Instagram sorgen dafür, dass sich auch Menschen, die vielleicht nicht vom Model-Scout auf der Straße angesprochen würden, in der hart umkämpften Modeszene etablieren können. Czaja weiß warum: „So schaffen heute viele junge Menschen als Curvy Model, Tattoo Model oder Influencer den Sprung zu einer professionellen Modelkarriere, die ihnen noch vor ein paar Jahrzehnten verwehrt gewesen wäre.“

Joshua Williams: Sein Körperschmuck macht ihn einzigartig
Auch Williams (24) hat sich vom Tattoo-Model zum gefragten Fashion-Model gearbeitet. Seinen eigenen Stil beschreibt er als „ziemlich viel Schwarz, 24 Stunden, 7 Tage die Woche“. „Ich bin kein großer Fan von Farbe“. Das sieht man auch an seinen Tattoos!

Last couple days in NY

Ein von JOSHUA WILLIAMS (@joshua_tatted) gepostetes Foto am

Denn wo andere Körper über und über mit bunten Bildchen überzogen sind, sind Joshuas Tattoos alle mit schwarzer Tinte gestochen. „Ein sehr spannender Typ, gerade für junge Marken!“, ist sich Czaja sicher. „Was wir als Menschen wollen, ist nicht unbedingt immer das Schönheitsideal, sondern eher der Lifestyle, den die Models verkörpern: Freude, Freiheit und Stilbewusstsein!“

Thi Thuy: Mit Regenbogen-Farben zum Model-Erfolg
Und auch Thi Thuy (19), bei der Agentur Wilhelmina London unter Vertrag, entspricht nicht der Schönheitsnorm der Model-Szene. Denn die lautet: nordeuropäisch, von blond bis brünett. Thi Thuy, die einige Jahre in Wiesbaden lebte, hingegen sticht mit asiatischen Gesichtszügen und ständig wechselnden Haarfarben aus der Masse heraus. Grün, Grau, Pastellblau und Rosé – ihre Haare leuchteten schon in allen Regenbogenfarben. Hauptsache nicht normal.

„Außergewöhnliche Menschen ziehen Blicke auf sich! Vor allem, wenn um sie herum alle irgendwie gleich aussehen“, erklärt Model-Agent Czaja. Das Anderssein bringt seiner Meinung nach nur Vorteile für die Labels: „Marken werden durch Models außerhalb der Norm individueller, facettenreicher.“ Als „Kontrasteffekt“ bezeichnet das Medienpsychologe Jo Groebel. „Man ist so sehr an die gängigen Standards der Schönheit gewöhnt, dass alles war davon abweicht, unsere Aufmerksamkeit auf sich zieht.“


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