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Männer-Modesünde?
von Thomas Helbing
Darum sind Socken in Sandalen jetzt cool!

Männer, die Socken zu Sandalen, Handgelenkstäschchen und Kurzarmhemden tragen, gelten modisch eher als schwieriger Fall – bisher. Denn plötzlich sind altbekannte (deutsche) Modesünden der neueste Schrei in der Herrenmode. Jungs, aufgepasst!

Vor allem deutschen Männern klebt das Etikett des Stylemuffels an. Dabei sind Socken in bequemen Sandalen und unförmig sitzende Hosen nicht nur ein Stil-Makel des Deutschen, sondern vieler Männer anderer Nationen. Trotzdem wird uns oft mangelndes Modebewusstsein nachgesagt.

Wie gut, dass die schlimmsten Modesünden dank Anti-Style jetzt mega-cool sind. Plötzlich wird so aus einem Modetrampel ein echter Trendsetter. Also liebe Männer, zieht euch ruhig so an wie immer, verändert nichts. Denn: Das trägt man jetzt genau so!

Für alle, die noch ein wenig Style-Nachhilfe brauchen – wir haben 9 einstige Modesünden entlarvt, die diesen Sommer ein ungeahntesComeback feiern:

  • Streetstyle T-Shirt-Tuck

    Foto: getty images

    1. T-Shirt in die Hose stopfen

    Ein T-Shirt in den Hosenbund stopfen und möglichst die Hose noch schön hoch ziehen – was bisher immer verpönt war, gehört längst zum coolen Modekniff. Wichtig beim T-Shirt-Tuck, so nennen Fashion-Pros das Hineinstopfen: Das T-Shirt sollte nicht zu weit sein, die Ärmel ebenfalls nicht schlabbern, die Hose entsprechend ebenfalls eine gute Passform haben. Und bei schwerem Bierbauch-Ansatz dann doch lieber das T-Shirt einfach raushängen lassen

  • Streetstyle Socken zu Sandalen

    Foto: getty images

    2. Socken zu Sandalen

    Eigentlich ein absolutes No-Go. Doch wie bei allem in der Mode ist es nur eine Frage von Haltung und Stil, wie dieser eigentliche Style-Fauxpas gelingt: 1. Die Sandalen sollten schlicht und von tadelloser Qualität sein (Modell Trekking scheidet definitiv aus). 2. Die Socken sollten keinerlei Löcher aufweisen, bei weißen Modellen blitzsauber sein, weder zu groß noch zu klein ausfallen. 3. Der Gesamtlook entscheidet über Top oder Flop. Und: Was ist schlimmer? Nackte, ungepflegte Füße in Sandalen oder dann doch lieber Socken? Eben...

  • Alexander Skarsgaard

    Foto: getty images

    3. Kurzarmhemden

    Auf den Laufstegen der Designer wurde der Busfahrer-Look mit Kurzarm-Hemden schon seit einigen Saisons begnadigt. Seitdem sind Hemden mit kurzen Ärmeln im Sommer eine gute Alternative zum Polo. Auch hier darf ruhig der oberste Knopf offen bleiben. Regeln fürs Tragen: Das Hemd muss tadellos passen, vor allem an der Schulter perfekt sitzen (besonders bei weiten Modellen), die Ärmel sollten auf mittlerer Bizepshöhe enden (siehe Alexander Skarsgård) und ein Kurzarmhemd wird immer solo getragen. Heißt: Unterm Sakko bleibt das Hemd langärmelig

  • Streetstyle Hawaii-Hemd

    Foto: getty images

    4. Hawaii-Hemden

    Dies ist quasi die Steigerung des Kurzarm-Hemden-Trends: kurzärmelige Hemden mit tropischen Mustern. Den „Magnum“-Gedächtnis-Look sieht man derzeit überall in den Läden und auf der Straße in den Metropolen. Es gibt das Hawaii-Shirt in unzähligen Mustern und Farben, von Luxusmarken wie Saint Laurent und Valentino bis Fast-Fashion-Ketten wie Zara und Topman. Beim Stylen wichtig: Da das Hemd schon bunt und fancy genug ist, bleibt der Rest des Looks schlicht. Cooler Bruch: eine klassische Anzughose zum Tropen-Hemd, dazu schicke Slipper

  • Streetstyle Paris

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    5. weite Hosen

    Jahrelang mussten Männerhosen vor allem eins sein: Fast wie eine Strumpfhose knackig eng. Doch mit der Athleisure-Bewegung seit zwei Saisons sind Bundfalten und Karottenschnitte – egal ob bei Jeans oder Stoffhosen – wieder erlaubt. Auch der Bund rutscht dabei fast wie in den 50er-Jahren auf Taillenhöhe. Muskulöse Beine und gequetschte Genitalien können endlich aufatmen. Vorteil: Die Bügelfalte am Bein streckt selbiges optisch. Und lassen Sie Ihre Füße nicht unbeachtet: Lieber auf Schuhe mit robusten Sohlen setzen, die die lässigen Hosen erden, als auf zarte Schläppchen

  • Look von Burberry

    Foto: getty images

    6. Trainingsjacken

    Eigentlich stehen sie für den absoluten Proll-Look: Trainingsjacken aus müffelndem Polyester. Doch plötzlich, dank des neuen Sporty-Trends auf dem Laufsteg wie hier bei Burberry, werden diese als absolut fashiontauglich geadelt. Funktioniert solo oder noch besser demnächst dann unterm Herbstmantel. Wichtig: Unbedingt in ein schlichtes Modell investieren. Jacken mit auffälligen Vereinslogos und Slogans bleiben bitte auf dem Sportplatz oder der Tribüne

  • Handgelenkstasche von Louis Vuitton

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    7. Handgelenkstäschchen

    Die perfekte Tasche für Männer bereitet ihm viel Kopfzerbrechen. Viele Jahrzehnte setzten unsere Väter und Großväter auf Handgelenkstaschen, auch „Detlevschleuder“ genannt. Doch auf den Laufstegen (hier bei Louis Vuitton) erlebt diese Tasche jetzt ihr Comeback und bietet genug Platz für Schlüssel, Handy, Zigaretten und Brieftasche. Und: So ein schickes Täschchen sieht doch immer noch besser aus als ausgebeulte Hosentaschen. Oder?

  • Streetstyle aufgeknöpftes Hemd

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    8. Hemd aufknöpfen

    Goldene Styling-Regel für Männer: Entweder das Hemd bis oben zuknöpfen oder maximal einen Knopf offen lassen. Sprießendes Brusthaar und Unterhemden sollten bitte keinesfalls hervorlugen. Und jetzt? Wird das Hemd bis zum Bauchnabel aufgeknöpft! Der Stylingprofi zieht darunter natürlich ein tadelloses T-Shirt. Der Brust-Bauch-frei-Look bleibt also auch bei dieser Variante absolut tabu

  • Besucher Pitti Uomo mit weißen Socken

    Foto: getty images

    9. Weiße Socken

    Ja sie sind erlaubt, nicht nur auf dem Sportplatz: weiße Socken! Designmeister Giorgio Armani pflegt den Look eh schon seit Jahrzehnten als echtes Statement. Und so sollten sie bitte auch getragen werden. Wie gut und lässig blitzweiße Socken selbst zu schwarzen Lederschnürern und Wollhosen aussehen können, zeigt dieser Besucher der Modemesse Pitti Uomo in Florenz

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