Trend: Die Rückkehr der Barbour Wachsjacke

Aus spiessig mach cool Die (un)heimliche Wiedergeburt der Wachsjacke

von Stephanie Beckmann

Seit 1894 gibt es sie schon, die Wachsjacke. Neben ihrer britischen Herkunft haftete ihr bislang auch ein eher konservatives Image an. Doch das ändert sich gerade um 180 Grad, seit sie von It-Girls wie Olivia Palermo (26) und Alexa Chung (29) wiederentdeckt wird.

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    Foto: Reflex

    Eine der Vorreiterinnen war natürlich Alexa Chung. Die Britin verhalf der angestaubten Wachsjacke während der Festival-Saison zu neuem Glamour und kombiniert das Teil mit lässigen Gummistiefeln



Ursprünglich war die berühmte Wachsjacke für Seeleute und Fischer gedacht, denn das Material ist zu 100 Prozent wasserdicht. In den 80er-Jahren besuchte Margaret Barbour, Erbin des Traditionslabels, die Modenschauen in Paris und setzte prompt um, was sie dort begeisterte. Es entstanden die Modelle „Bedale“ und „Beaufort“ – erstere eine kurze, dornensichere Version zum Reiten und zweitere ein Jagdmodell mit großer Tasche auf dem Rücken, für die erlegten Hasen!

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Und hier beginnt die Geschichte, spannend zu werden. Studenten kamen als erste auf die Idee, ihre Bücher in dieser Hasen-Tasche mit dem Fahrrad zur Uni zu transportieren. Als dann auch noch Prinzessin Diana († 36) die Wachsjacke trug, erlebte das kauzige Kleidungsstück eine modische Renaissance. Ganz neue Märkte öffneten sich und mit ihnen kamen die Nachahmer. Die Wachsjacke gab es jetzt nicht mehr nur exklusiv von Barbour, doch die Traditionsmarke blieb die erste Wahl. Vor etwa 15 Jahren konnte das meist lodengrüne, stumpfe Teil mit den plumpen, aufgesetzten Taschen, den auf einmal kindisch wirkenden Druckknöpfen, dem karierten Innenfutter und dem Kordkragen plötzlich niemand mehr sehen.

Total weg vom Fenster war der spießige Anorak um jetzt sein großes Comeback zu feiern! Zu Hauf trugen prominente Girls die matte Jacke zur Festival-Saison, kombiniert mit Gummistiefeln und Shorts. Jetzt im Herbst pimpt sie Jeans-Outfits auf oder verleiht der Ausgeh-Garderobe ein cooles, britisches Understatement. Und vor allem: Sie hält auch noch trocken! 

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