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Fashion Week Mailand
von Stephanie Beckmann
Die Hotspots der Modestadt

Das „M“ im Namen der italienischen Großstadt ist Programm: Modemetropole, Möbelmesse, mondänes Dolce Vita. Wenn Paris schick ist und New York cool, dann ist Mailand glamourös. Und niemand wird hier ein Problem haben, Prada zu finden. Doch wo kann man in der trubeligen Stadt während der Fashion Week den besten Espresso trinken, den besten Fisch essen, mit den Designern anstoßen? Und vielleicht ein Schnäppchen machen, zwischen all den traditionellen Modehäusern? STYLEBOOK hat die Tipps!

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    Foto: Grafik: Maximilian Funk für Stylebook

    Die Hotspots in Mailand

    1: 10 Corso Como Conzept-Store, 2: Maison Moschino, 3: Albergo Principe Di Savoia, 4: Bar Basso, 5: Sheraton Diana Majestic, 6: Arco Della Pace, Friedensbogen, 7: Cavalli Café, 8: Pinacothek Brera, 9: Bulgari Hotel, 10: Armani Privé Club

ÜBERNACHTEN
2. Maison Moschino
Kitschige Kissen in Cupcake-Form repräsentieren den phantasievollen Glamrock des Labels. Wer sich sowieso immer schon gefühlt hat wie Alice im Wunderland sollte hier residieren!
3. Albergo Principe Di Savoia
Das super-luxuriöse Fünfsterne-Hotel befindet sich im Stadtzentrum Mailands nahe der Piazza della Repubblica, dem Mailänder Dom und der Pinacoteca di Brera – mehr Brokat im Schlafzimmer gibt’s nirgends. 
5. Sheraton Diana Majestic
Die Lage des Hotels nahe der öffentlichen Gärten Indro Montanelli und der Einkaufsstraße Via della Spiga ist fantastisch. Das Hotel-Gebäude stammt aus der Jugendstil-Epoche, die Einrichtung besteht aus imperialistischen Originalmöbeln ohne überladen zu sein
9. Bulgari Hotel
Das passende Hotel zur Fashion Week. Super Zentral und trotzdem ruhig, mit einer grandiosen Aussicht von der Terrasse auf einen wunderschönen Garten. Im Badezimmer kann man sich mit dem hauseigenen Shampoo von Bulgari „Thé Vert“ schön gratis einseifen.
PS: Noch unterhalb der Porta Ticinese liegt das Watt Tredici, ein ganz besonderer und auch bezahlbarer Geheimtipp. Ultra-schick und kein bisschen staubig.

SHOPPING
1. 10 Corso Como, Concept Store
Die Besitzerin Carla Sozzani hat nicht zufällig den gleichen Nachnamen wie die berühmte „Vogue“-Redakteurin Franca. Die Modeschwestern haben Mailand fest im Griff und bestimmen was Trend wird. In Carlas Conzept Store gibt es deshalb nur was ihr gefällt, egal ob Musik, Möbel oder Mode. Pssst: Das Outlet des „10 Corso Como“ liegt um die Ecke in der Via Tazzoli. Teile aus der letzten Saison sind bis zu 60 Prozent reduziert!
12. Sag ’80
Mailand ist nicht nur Mode- sondern auch Möbelstadt – auch wenn nicht gerade Möbelmesse ist (immer im April). Designschnäppchen von Flos, Artemide, Cappellini oder Molteni gibt’s bei Sag ’80.
18. Via Monte Napoleone
Sie wird gerne als die teuerste Straße Mailands bezeichnet und liegt im sogenanntem „goldenen Dreieck“. Von Armani bis Versace – dort haben viele italienische (und internationale) Designer ihre Flagship-Stores. Auf der Via Monte Napoleone finden Sie Gucci, Versace, Ferragamo, Etro, Louis Vuitton, Prada und Valentino. Auf der Via Sant’Andrea: Chanel, Fendi, Armani, Moschino, Kenzo, Hermès, Prada und Trussardi. Dolce & Gabbana, Krizia, Sergio Rossi, Ferré, Bottega Veneta, Tod’s und Bulgari gibt es in der Via della Spiga.
19. Galleria Vittorio Emanuele II
Noch mehr Lust auf Luxus-Shopping? Dafür bietet sich ein Abstecher in die Galleria Vittorio Emanuele II direkt neben dem Mailänder Dom an. Ein Besuch in der Einkaufsgalerie aus dem 19. Jahrhundert lohnt sich aber auch, wenn man dort kein Geld ausgeben will: Der Stuck, die Fresken und das Glasdach sind beeindruckend und haben nichts von einer typischen Shopping-Mall!

AUSGEHEN
4. Bar Basso
DIE Location zur Mailänder Möbelmesse, hier finden die Partys statt. Aber auch zur Fashion Week kann man hier gemütlich einen After-Work-Drink nehmen, zum Beispiel einen Negroni – der Cocktail ist hier legendär und vor allem riesig!  
7. Just Cavalli Café
Dem Modedesigner Roberto Cavalli ist Kleidung nicht genug. Sein Café nahe des Sempione-Parks ist mittlerweile zum angesagten Treffpunkt, nicht nur für Fashionistas, avanciert. Typisch Cavalli: Auf einer Fläche von 2000 Quadratmetern reihen sich im Just Flower Garden Kanapees im Zebra-und Leopardenmuster aneinander.
10. Armani Privé, Club
Der Designer Giorgio Armani weiß, wie man feiert: in eleganter Kleidung und mit jeder Menge Models im eigenen Club an der Via Pisoni. Der Eintritt ist frei, die Gästeliste dagegen limitiert.
24. Colonne di San Lorenzo, Studentenviertel
Gegenüber der Basilika San Lorenzo stößt man auf die einzigen römischen Überreste in Mailand, die Säulen Colonne di San Lorenzo. Sie befinden sich im hippen Studentenviertel Zona Ticinese. Der Platz um die frühchristliche Kirche ist an lauen Sommerabenden ein beliebter Startpunkt für eine Tour durch Bars und Clubs.
25. Via Tortona
Die Zona Tortona wandelte sich vom tristen Arbeiter- und Industrie- zum absoluten Trendviertel, das Modemacher, Kreative und Künstler genauso anzieht wie Touristen. In der Via Tortona befinden sich heute Galerien und schicke Cafés, Labels und Concept Stores abseits der großen Modehäuser.
26. Porta Ticinese
Skurrile Bars, Secondhand-Läden mit Vintage-Mode, Nachtclubs: Das Viertel um die Porta Ticinese, einem alten Stadttor in Mailand, ist Anziehungspunkt für die alternative Szene. In den zahlreichen Kunstateliers und Antiquitätenläden lohnt sich das Bummeln. Jeden letzten Samstag im Monat findet auf den Straßen entlang des Kanals Naviglio Grande ein Antikmarkt statt.



SIGHTSEEING
6. Arco della Parce, Friedensbogen

Der Friedensbogen auf der Piazza Sempione wurde 1807 erbaut. Er steht für den Ruhm Napoleons und den Europäischen Frieden von 1815. Den historischen Trip kann man vom Friedensbogen aus im Schloss Sforzesco im Nordwesten der Altstadt fortsetzen.
8. Pinakothek Brera
Eindrucksvolles Ambiente und beeindruckende Meister der italienischen Kunst mit Werken vom 14. bis 20. Jahrhundert, wie Raffael, Leonardo da Vinci oder Botticelli – schöner geht Kunstunterricht nicht!
11. Santa Maria delle Grazie
Die Dominikanerkirche Santa Maria delle Grazie beherbergt eines der berühmtesten Wandgemälde der Welt, Leonardo da Vincis Abendmahl. Das Fresko kann man nur in kleinen Gruppen besichtigten – frühzeitig buchen!
13: Mode-Wahrzeichen Nadel und Faden
Mailand, Modestadt. Wer’s nicht glaubt, schaut sich die Skulptur am Piazzale Cardorna an. Im „goldenen Dreieck“ der Mode zwischen Via della Spiga, Corsa Venezia, Via Manzoni und Monte Napoleone residieren alle namhaften Modedesigner. Und mittendrin erheben sich Nadel und Faden.
14. Das Schloss Sforzesco
Das Schloss liegt an der Piazza Castello im Nordwesten der Altstadt. Die ältesten Bauteile stammen von Francesco I. Sforza aus dem Jahr 1450. Heute befinden sich in den Räumlichkeiten zahlreiche Museen.
16. Die Mailänder Scala
Das Teatro alla Scala, kurz Scala ist eines der bedeutendsten Opernhäuser der Welt. Wunderschön von außen, noch beeindruckender innen, bei einem Konzert. Jede Aufführung beginnt hier traditionsgemäß pünktlich zur vollen Stunde.
20. Mailänder Dom
Das Wahrzeichen der lombardischen Hauptstadt und ein absolutes Must-See. Prächtige Glasfenster, eine beeindruckende Außenfassade, zahlreiche Statuen – die Kirche mit fünf Schiffen ist ein architektonisches Meisterwerk. Es empfiehlt sich auch auf die Domterrassen zu steigen und den atemberaubenden Blick über die Dächer Mailands zu genießen.

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ESSEN
15. Da Claudio, Fischrestaurant
Inmitten des Künstlerviertels Brera liegt der Fischmarkt Da Claudio, einer der größten seiner Art in Europa. Wer lieber Fisch ist, als ihn selbst zuzubereiten, kann im anliegenden Restaurant speisen.
17. Trussardi alla Scala, Restaurant
Hummer mit violetten Kartoffeln, Risotto Milanese, weiße Schokoladensuppe... Das Trussardi an der Piazza della Scala gehört dem gleichnamigen italienischen Modekonzern, der in dem Gebäude aus dem 18. Jahrhundert auch seine Firmenzentrale, einen Flagship-Store sowie einen Showroom hat.
21. Luini, Pizza to go
Lust auf eine echte Mailänder Spezialität? Bei Luini in der Via S. Radegonda gibt es leckere Panzerotti, die dort nach einem Geheimrezept zubereitet werden. Die kleinen Teigtaschen sind mit Tomaten, Mozzarella und Champions gefüllt und so etwas wie kleine „Pizzas to go“. Immer gut besucht aber anstellen lohnt sich!
22. Da Giacomo
Eine Institution unter den Mailänder Restaurants, auch wenn hier toskanische Küche und sizilianischer Fisch serviert wird, an rustikalen Holztischen auf buntem Fliesenboden, unter Kuppeldecken und nebst stuckverzierten Wänden, deren blasses Türkis bereits abblättert – drum herum eine Deko aus Weinflaschen – herrlich.
23. Pasticceria Cucchi, Corso Genova 1
Wer einmal in Italien vor einer Vitrine mit süßen Köstlichkeiten stand, weiß, was uns in Deutschland fehlt: diese klitzekleinen, gefüllten, irre leckeren Croissants zum Beispiel, die der Italiener zum Espresso genießt. Das reicht ihm in der Regel schon als Frühstück. Wir bestellen fünf verschiedene und sind genau so glücklich wie satt – himmlisch!

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