Plus Size Stylebook Logo

Wir tragen jetzt „Beautiful“ statt 44
Dessouslabel schafft Kleidergrößen ab

Kleidergröße 44 – klingt für viele nach Albtraum! Aber wenn Sie statt 44 eine „Beautiful“ tragen? Klingt das doch gleich viel, ja, „schöner“! Dachte sich auch ein britisches Dessouslabel, das mit einem revolutionären Größensystem gängige Schönheitsideale auf den Kopf stellen will.

Kleidergrößen sind ab jetzt Schall und Rauch. Jedenfalls wenn es nach dem britischen Dessouslabel Neon Moon geht. Die Marke hat nämlich die traditionellen Konfektionsgrößen abgeschafft.

42? Hinreißend!
38, 40, M, L, XL – all das gibt's bei Neon Moon nicht. Statt in den gängigen Größenbezeichnungen werden die heißen Stöffchen mit „Lovely – Entzückend“, „Gorgeous – Hinreißend“ und „Beautiful – Wunderschön“ verkauft.

Um zu wissen, welcher Typ Frau nun ist, sollen vor dem Kauf Brust-, Hüft- und Taillenumfang gemessen werden. Eine Umrechnungstabelle auf der Neon Moon Webseite empfiehlt dann die richtige „Größe“. Zur Orientierung: „Lovely“ entsprich ca. einer 38-40, „Gorgeous“ einer 42-44, „Beautiful“ wäre eine 44-46.

Wäsche für echte Mädchen
Ausgedacht hat sich das Hayat Rachi (26). Sie gründete Neon Moon 2014 mit der Idee als „feministische Unterwäschemarke“. Ihre Slips und BHs sollen nicht kneifen und Frauen zu Sex-Objekten degradieren, sondern einfach funktional und bequem sein.

Deshalb werden Slips und BHs auch nur mit „echten Mädchen“ beworben, wie sie im Interview mit „i-D“ verrät. Ihre Mission sei es, dass Frauen selbst bestimmen könnten, was schön sei. Die klassischen Konfektionsgrößen durch positive Adjektive zu ersetzen, sei da nur ein erster Schritt.

Blumen statt Zahlen
Und ganz ehrlich: Irgendwie passen doch die normalen Größen sowieso nie auf Anhieb. In dem einen Laden haben wir eine 36, beim nächsten Label brauchen wir plötzlich, huch, eine 40. Probiert werden muss also sowieso. Da ist es doch egal, ob nun Zahlen oder Smileys im Etikett stehen.

Wohl deshalb findet generell ein Umdenken in der Branche statt . Neben Neon Moon hat auch der Sportartikelhersteller Manifesta die traditionellen Kleidergrößen abgeschafft. Dort wurden die Zahlen einfach durch Blumen wie Iris, Rose und Gänseblümchen ersetzt.

Anzeige

Kommentare