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Der Goldpreis sinkt: Wie sie richtig investieren!

Foto: Instagram

Der Goldpreis sinkt
von Julia Wagner
Schmucke Wertanlagen

Stars wie Nicole Richie (32), Rita Ora (23) oder Beyoncé (32) tragen jetzt dick auf und zeigen ihren Reichtum an ihren Händen. Zum Glück befindet sich der Goldpreis gerade in einem Tief – so dass auch wir in das ein oder andere Stück investieren können. Wie das richtig geht? Für STYLEBOOK hat eine Expertin aus dem Schmuck-Kästchen geplaudert.

Haben die in Gold gebadet? Das fragte man sich angesichts einiger aktueller Promi-Bilder: Nicole Richie posiert mit üppigem Schmuck ihrer eigenen Kollektion „House of Harlow“ auf Instagram, Model Rosie Huntignton-Whiteley (26) trägt jetzt mit Vorliebe ihre XXL-Gold-Kette von Balmain und Sängerin Beyoncé (32) hat zu offiziellen Anlässen wie den „Grammys“ gerne mal Ringe im Wert von zehn Millionen Dollar an den Fingern.

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Ob das wohl daran liegt, dass die prominenten Damen ihr Geld aktuell lieber in Schmuck als in Immobilien investieren? Tatsache ist: Der Goldpreis ist derzeit so niedrig wie zuletzt 2009.

Allein im vergangenen Jahr ist der Preis um 28 Prozent gefallen. Auch die aktuelle Prognose verspricht: Der Goldpreis befindet sich weiterhin auf einer Talfahrt. STYLEBOOK hat bei Schmuck-Expertin Karin Stano vom Auktionshaus Dorotheum in Wien nachgefragt.

STYLEBOOK: Wirkt sich der derzeit niedrige Goldpreis überhaupt auf mich aus, wenn ich jetzt beim Juwelier einkaufe?
Karin Stano:
Ja. Da Goldschmuck einen hohen Materialanteil am Einkaufspreis hat, ist dieser für Konsumenten nun wieder günstiger geworden. Besonders wirkt sich das bei Goldketten oder reinem Goldschmuck aus. Bei Juwelen mit Steinbesatz ist die Preisreduktion des Goldes leider durch erhebliche Preissteigerungen bei Diamanten wieder aufgehoben worden.

Lohnt es sich also, jetzt in Goldschmuck zu investieren?
Als kurzfristiges Investment lohnt sich Goldschmuck nicht. Dazu ist die Entwicklung der Preise zu unbeständig. Als Erklärung: 2001 kostete das Gramm Feingold zehn Euro, 2009 im Schnitt 22,6 Euro. Die Spitze lag 2012 bei 44 Euro. Sie sehen, da gab es kurzfristig einen extremen Anstieg, der sich in den letzten Wochen auf etwa 30 Euro pro Gramm eingependelt hat. Im Vergleich zu vor fünf oder zehn Jahren liegt der Kurs also noch immer bemerkenswert hoch.

Aber Goldschmuck gilt doch als sichere Wertanlage?
Ja, langfristig betrachtet sieht die Sache ja auch anders aus, wie Sie an der Preisentwicklung sehen können. Vor allem aber ist hochwertiger Schmuck das einzige Investment, das einen starken emotionellen Charakter hat. Ein Diamantring macht jeden Tag Freude und hat eine hohe bleibende Wertkomponente.

Worauf sollte ich generell achten, wenn ich Goldschmuck kaufe?
Auf die korrekte Punzierung (Anm: Goldstempel auf dem Schmuck, der den Feingehalt des Golds angibt). Anhand dieser erkennen Sie, ob es sich um 585 Gold (früher 14 Karat) oder 750 Gold (früher 18 Karat) handelt. Bei Brillantware auf die genaue Beschreibung bzw. Zertifizierung achten. Hier gibt es bei gleicher Steingröße erhebliche Preisunterschiede. Also unbedingt auf einen seriösen Händler vertrauen und Hände weg von scheinbar extrem günstigen Schnäppchen oder Urlaubseinkäufen im Affekt. Bei Echtschmuck gibt es keine Preis-Wunder! 

Zu welcher Investition würden Sie raten?
Generell eignet sich Brillantschmuck als Wertanlage am besten. Je größer der Stein, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass der Wert sich positiv entwickeln kann. Ideal: Ein Brillantsolitär (Anm.: Ring mit einem einzelnen Diamanten im Brillantschliff) ab ca. einem Karat in mindestens mittlerer Qualität. Grundsätzlich hat Echtschmuck den Vorteil, dass er einen bleibenden Wert hat und es einen Wiederverkaufsmarkt gibt. Wie viel bekommen Sie im Zweifelsfall denn noch für das Designerkleid aus dem Vorjahr? Mein Tipp: Ware aus Privatbesitz kaufen bei einem Auktionshaus. Hier liegen die Verkaufspreise bei 50 bis 60 Prozent des Neuwertes.


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