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Gefährlicher Diät-Trend Alkorexie
Lieber harte Drinks statt warmes Essen?

Ein ungesunder Ernährungstrend macht gerade um sich reden: Alkorexie, in Fachkreisen als eine Art Essstörung angesehen. STYLEBOOK.de erklärt, was genau dahintersteckt – und warum garantiert der eine oder andere von uns bereits darunter leidet.

Sich nach der Arbeit mit einer Freundin auf ein, zwei Gläser Wein treffen und am Wochenende dann in großer Runde „feiern“ gehen – so gesellig derartige Verabredungen sein mögen, können sie sich leider bald auf der Waage bemerkbar machen. Alkohol hat schließlich einige Kalorien. Für Alkorexiker ist das aber kein Problem.

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Das bedeutet Alkorexie
Alkorexie ist, wie der Name verrät, eine Kreuzung aus Alkohol(ismus) und Anorexie, also Magersucht. Sie kann sich vor allem bei Menschen einschleichen, die regelmäßig Situationen ausgesetzt sind, in denen es Drinks gibt, deshalb aber nicht aus der Form geraten wollen. Um einzusparen, was sie sich in Form alkoholischer Getränke an Kalorien zuführen, lassen sie einfach Mahlzeiten aus. Hunger? Spürt man spätestens nach dem dritten Gläschen ohnehin nicht mehr.

Eine Lifestyle-Erkrankung?
Heutzutage beschäftigt man sich viel mit den Nährwerten von Lebensmitteln und weiß entsprechend, dass Alkohol kalorientechnisch kein Leichtgewicht ist. Gleichzeitig ist man stets dem gesellschaftlichen Druck ausgesetzt, gut und vor allem schlank auszusehen. Anorexie ist DIE Lösung dafür, diese Herausforderung mit seinen sozialen Interessen zu vereinbaren – auch wenn sie in Medizinerkreisen als Vorstufe einer Essstörung gilt. Absurderweise wird sie sogar auf verschiedenen Lifestyle- und Fitness-Portalen (!) angepriesen. Dass diese Gewohnheit langfristig krank machen kann, wird natürlich verschwiegen.

Die Folgen können schwerwiegend sein
Denn, bitte niemals vergessen: Alkohol ist ein Nervengift! Der Schwips-Effekt mag zwar lustig sein, ist wissenschaftlich gesehen aber nichts anderes als eine toxische Reaktion der Gehirnzellen. Alkohol wird schneller resorbiert, wenn man ihn auf nüchternen Magen trinkt, der Rausch kommt also besonders fix und heftig, entsprechend nachhaltig können die Schädigungen des zentralen Nervensystems ausfallen. Je häufiger desto schlimmer. Zudem droht – wenn man es übertreibt – akut eine Alkohlvergiftung und langfristig die Beeinträchtigung sämtlicher Stoffwechselfunktionen und Schädigung des Herzens, der Leber und Verdauungsorgane.

Wer einen empfindlichen Magen hat, wird selbst schon unmittelbar erfahren haben: Nach einem alkoholreichen Abend (oder gar längeren Zeitraum, beispielsweise im Urlaub) sind Sodbrennen und Schmerzen im Bereich des Mageneingangs keine Seltenheit. Das liegt an der Säure, die beim Abbau von Alkohol entsteht und die Magenschleimhaut angreift – ganz besonders, wenn keine gute Nahrungsgrundlage geschaffen wurde. Regelmäßiges Sodbrennen kann die Speiseröhre entzünden und schlimmstenfalls zu Krebs führen.

Bitte nicht nachmachen!
Auch wenn es einfach erscheint, die zugeführten Alkoholkalorien durch Fasten zu kompensieren – es ist extrem ungesund. Lassen Sie sich also bitte nicht von vermeintlichen Diät-Ratgebern dazu anstiften und erinnern sich immer daran: Alkohol ist ein GENUSS-Mittel! Gönnen Sie es sich in Maßen und bewusst – niemals als Nahrungsersatz.

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