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Fashion Week in Mailand
von Josefine Dose
Das sind die traditionellen Labels

Bella Italia! Als dritte der vier wichtigen Modewochen ist Mailand das Epizentrum für italienische Schneiderkunst. Vom 19. bis 25. September zeigen über 50 Traditionshäuser die Trends für Frühjahr/Sommer 2013 auf dem Laufsteg. STYLEBOOK stellt die wichtigsten vor!

Kaum zu glauben, aber Mailand ist tatsächlich erst seit Ende der 60er Jahre zu einer internationalen Modestadt geworden. Davor war Florenz fast 20 Jahre lang das modische Zentrum Italiens.

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Ottavio und Rosita Missoni waren die „Übeltäter“, die die Fashion Week nach Milano brachten. In Florenz zeigten sie nämlich eine Kollektion, die einen Blick auf die Unterwäsche der Models zuließ. Daraufhin wurden sie von der nächsten Saison ausgeschlossen und zeigten ihre Entwürfe kurzerhand einfach in Mailand. Der Erfolg war so enorm, dass viele andere Designer mitzogen.

Die Mode ist in Mailand eher konservativ, hier liegt das Hauptaugenmerk auf Tradition und fundiertem italienischen Handwerk. Die italienischen Traditionshäuser haben sich über lange Zeit etabliert und sind aus der Modewelt nicht mehr wegzudenken. Als deutsches Label ist Jil Sander, das 1999 von Prada aufgekauft und 2006 wieder verkauft wurde, auch auf der Fashion Week in Mailand vertreten.

Giorgio Armani schaffte es mit den typisch klassischen Blazern zu großem internationalen Erfolg. Seine sportlichere Zweitlinie Emporio Armani ist mittlerweile ebenso bekannt und wird in Mailand gezeigt. Miuccia Prada übernahm das Label ihres Großvaters Mario und zeigte 1985 erstmals ihren eleganten Prada-Stil auf dem Laufsteg.

Fendi wurde als Pelzgeschäft eröffnet, seit 1965 ist Karl Lagerfeld dort Chefdesigner, er hievte das angestaubte Label zurück in die erste Liga. Auch Marni war früher vordergründig eine Pelz- und Lederwaren-Marke und zeichnet sich heute besonders durch gewagte Schnitte und grafische Drucke aus. Bunt und gemustert wird es auch bei Etro, das seinen Durchbruch mit von Indien inspirierten Paisleymustern hatte.

Donnatella Versace setzte nach dem Tod ihres Bruders Gianni seinen Grundgedanken der Marke fort: glamourös, künstlerisch und sexy. Noch mehr Sexappeal gibt es nur bei Gucci. Tom Ford, der zehn Jahre lang Chefdesigner bei Gucci war, wird auch als Erfinder des „Porn-Chics“ angesehen.Bei Moschino fühlt man sich manchmal wie Alice im Wunderland: Buntheit, Verrücktheit und ein bisschen Ironie zeichnen die von Franco Moschino gegründete Marke aus.

Salvatore Ferragamo war eigentlich eine reine Schuhmarke und wurde erst nach dem Tod des Designers ein Prêt-à-porter-Label. Der Florentiner machte unter anderem Schuhe für die Hollywood-Stars Audrey Hepburn und Marilyn Monroe. Wer Roberto Cavalli hört, denkt zuerst an die Animalprints, die in jede Kollektion auf irgendeine Weise einfließen. Auch Dolce & Gabbana sind für Leomuster bekannt, ebenso für die italienische Damengarderobe aus Spitze, Spitze und Spitze.

Das Label Emilio Pucci macht temperamentvolle Mode mit detaillierten Musterungen und häufig schmalen Schnittführungen – die typische Farbpalette aus Türkis, Lila, Grün und Weiß erkennt man sofort.

Außerdem freut sich auch das Label Trussardi über wieder viel mehr Beliebtheit als früher.

Wir sind gespannt auf das Mailänder Fashion-Fest!

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