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„Dark Blood" feiert Premiere
20 Jahre nach dem Tod von Hauptdarsteller River Phoenix

Es dürfte eine der interessantesten Premieren bei der Berlinale 2013 sein: „Dark Blood“ von Regisseur George Sluizer (80) wird bei den Filmfestspielen gezeigt – 20 Jahre, nachdem der Film gedreht wurde, 20 Jahre nach dem Tod von River Phoenix (†23).

Dass „Dark Blood“ jetzt auf der Berlinale 2013 Premiere feiern kann, gleicht einer kleinen Sensation. River Phoenix ist darin in seiner letzten Rolle zu sehen. Fast zwanzig Jahre lang lag das Material im Archiv der Versicherung, die damals für den Drehabbruch aufkam, wie auf der Homepage der Filmfestspiele zu lesen ist.

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Der Schauspieler River Phoenix starb im Oktober 1993 an einer tödlichen Mischung aus Kokain und Heroin – zehn Tage, bevor die Dreharbeiten zu „Dark Blood“ beendet werden. River Phoenix galt damals als aufstrebendes Wunderkind des jungen Kinos. Doch er verlor sich in einem Sumpf aus Drogen, Alkohol und Valium. Als River Phoenix an jenem Tag in den Armen seines Bruders Joaquin vor dem Club „Viper Room“ in West Hollywood zusammenbrach, hatte er das Achtfache einer tödlichen Drogendosis im Blut.

Regisseur Georg Sluizer konnte das Rohmaterial vor der endgültigen Vernichtung bewahren und begann im Januar 2012, es zusammenzusetzen – und damit ein historisches Stück Filmgeschichte zu schaffen.

River Phoenix spielt in „Dark Blood“ den verwitweten, jungen Mann ‚Boy‘, der in der durch Nukleartests verseuchten Wüste der USA lebt. Ein Ehepaar dringt in sein Refugium ein. Als deren Wagen streikt, bietet Boy seine Hilfe an. Bald jedoch hält er das Paar wie Gefangene und hofft, zusammen mit der Frau in eine bessere Welt hinüberwechseln zu können...

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