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Berlin Fashion Week: Interview mit Bloggerin Maja Wyh

Foto: PR

Bloggerin Maja Wyh im Interview
von Pia Sundermann
Deutschlands Antwort auf Chiara Ferragni

Sie hat mehr als 106.000 Instagram-Followers, gewann letztes Jahr den „Best German Style Blog“-Award und sogar internationale Blogs kennen und lieben den Style von Bloggerin Maja Wyh (25). Doch warum ist die Düsseldorferin die neue Star-Bloggerin? Beim Interview kommt STYLEBOOK.de dem Geheimnis näher.

Majas Blog sieht eher aus wie ein Tumblr. Artikel über die neusten Trends findet man keine. Und auch keine Beiträge, wo Produkte von PR-Agenturen beworben werden. Der Blog Maja Wyh funktioniert eher wie ein digitales Bilderbuch, mit einem Mix aus Outfit-Posts und kunstvollen Collagen. Was macht also den kleinen Blog so spannend, dass sogar internationale (Online)-Magazine (z. B. „WhoWhatWear“, die spanische „Vogue“) regelmäßig Maja als Stilikone feiern? Und so erfolgreich, dass große Firmen, wie der Hamburger Onlineshop Edited, sich um eine Kooperation mit ihr reißen? Anlässlich der neu gelaunchten Capsule-Collection „Edited x Maja Wyh“ traf STYLEBOOK.de die Bloggerin in Berlin, um mehr über das Geheimnis von Maja zu erfahren

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    Foto: PR

    Obwohl sie ihren Blog „Maja Wyh“ erst vor zwei Jahren gründete, zählt die Düsseldorferin Maja Weyhe mittlerweile zu den bekanntesten Style-Bloggerinnen –weltweit


STYLEBOOK: Maja, auf der Berlin Fashion Week wird über keinen Blog so oft gesprochen wie über deinen. Wolltest du schon immer Bloggerin werden?
Maja Wyh: „Ehrlich gesagt, nein. Bevor ich meinen Blog 2013 in meiner Heimatstadt Düsseldorf gründete, habe ich Theater- und Filmwissenschaften in Wien studiert. Erst eine Freundin brachte mich auf die Idee, nebenbei über meinen Stil zu bloggen. Ich habe mir also eine Kamera gekauft und mich selbst fotografiert, beziehungsweise meine Mutter. Die Bilder habe ich aber dann doch noch ziemlich unprofessionell über Tumblr hochgeladen. Allerdings erhielt ich ziemlich schnell von vielen Leuten ein positives Feedback. Und dann habe ich einfach weitergemacht. Mittlerweile kann ich von meinem Blog leben, aus diesem Grund habe ich auch mein Studium unterbrochen.“

Wie Jessica Weiß von „Journelles“ zählst du mittlerweile zu den Topbloggern Deutschlands. Doch oben wird die Luft auch dünner. Verfolgst du, was deine Konkurrenten so machen?
Wyh: „Nein, überhaupt nicht. Ich habe mich auch vorher nie für Blogs interessiert. Deswegen empfinde ich andere Blogger auch nicht als Konkurrenz. Ich habe auch keine Blogger-Vorbilder.“

Bist Du immer noch alleine als Bloggerin unterwegs oder hast du wie andere Top-Blogger ein Team, das Dich unterstützt? So kümmern sich 14 Mitarbeiter um Chiara Ferragnis Blog „The Blonde Salad“.
Wyh: „Wahnsinn (lacht)! Ne, ich mache alles alleine. Ich hoffe, das bleibt auch so. Nur bei wichtigen Events habe ich einen befreundeten Fotograf dabei, Rainer Rudolf. Er fotografierte auch die ‚Edited x Maja Wyh‘-Kampagne. Aber sonst mache ich alles alleine, vom Fotografieren, über das Hochladen bis hin zum Daily Business.“

Was ist denn eigentlich dein Key-Pieces aus der neuen fünfteiligen Kollektion?
Wyh: „Mein absolutes Lieblingsteil ist definitiv die Schlangenjacke. Ich finde Python-Prints generell klasse, denn das Muster passt einfach zu allem. Ich würde sie in meinen typischen ‚Maja Wyh‘-Stil tragen, zum Beispiel über ein gestreiftes Kleid. Ich finde es total spannend mit Mustern zu experimentieren, die auf den ersten Eindruck gar nicht zusammen passen. Das macht nämlich einen Look erst interessant, auch wenn das vielleicht für viele Leute merkwürdig ausschaut.“

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Ein von Maja (@majawyh) gepostetes Foto am

Aber das ist genau der Style, der dich ja so populär gemacht hat. Wie auch der coole Layering-Look, der typisch für dich ist.
Wyh: „Das ist witzig, dass du das sagst. Ich habe mir ehrlich gesagt, nie Gedanken über den so genannten Layering-Look gemacht. Ich trage einfach die Klamotten, die mir gefallen. Doch, ein No-go gibt es: Nudefarbene, glänzende Strumpfhose, die würde ich wirklich niemals tragen!“

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Viele vergleichen dich vom Look her auch mit dem Style der Olsen Twins...
Wyh: „Das höre ich immer wieder, ich empfinde das aber gar nicht so. Früher habe ich den Stil von Rachel Zoe (43) bewundert, die Star-Stylistin war echt eine Inspiration für mich.“

Gibt es irgendwelche Designer oder Labels, die dich inspirieren?
Wyh: „Ganz klar Haider Ackermann und Saint Laurent! Und die deutschen Marken Dorothee Schumacher und Dimitri mag ich auch sehr gerne. Ich würde aber niemals einen Total-Designer-Look tragen, sondern immer im Stilbruch-Mix. Sehr gerne auch mit Vintage-Teilen, zum Beispiel ein abgenutztes T-Shirt zur Designer-Lederröhre.“

@bydimitri fw15 - #thursdays

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Wo siehst Du dich in Zukunft? Weiterhin als Bloggerin? Als Designerin? Oder vielleicht künftig ganz ohne Mode?
Wyh: „Ich würde gerne, so lange wie möglich mit dem Bloggen weitermachen. Ich glaube schon, dass das Bloggen begrenzt ist, man weiß es nie. Auch würde ich schon gerne irgendwann einmal mein Studium beenden. Ich fände es aber schon toll, wenn der Blog Maja sich zur Marke Maja weiter entwickelt, wie zum Beispiel mit einer Modelinie. Den Anfang habe ich ja schon mit der gerade gelaunchten Capsule Collection „Edited x Maja Wyh“ gemacht. Gerne würde ich auch was mit Taschen machen, hier probiere ich gerade was aus. Mal schauen, was daraus wird. Auf jeden Fall sollen sie schön bunt sein, einen Prototypen habe ich schon schon mal entworfen:

bagyy by @majawyh - #cominsoon

Ein von Maja (@majawyh) gepostetes Foto am

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