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Achtung, Ekel-Alarm!
von Laura Pomer
Bärte sind so keimig wie ein Klo

Männer mit Bart sind ja ziemlich sexy. Blöd nur, dass es beim Knutschen so doll scheuert! Aber auch neben den Wund-Rötungen rund um den Mund haben wir schlagende Argumente gegen Lippenspiele mit einem Bartträger: Bakterien, die Sie sonst in der Toilettenschüssel finden würden. Igitt!!

Den verruchten Charme von Männern mit Vollbart macht wohl nicht zuletzt ihr leicht verzottelter Look aus. Was die einen sexy finden, nennen die anderen „ungepflegt“ – und bekommen dafür nun den wissenschaftlichen Beweis.

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Bakterienpool Bart
Im Auftrag der Nachrichtensendung „Albuquerque News“ untersuchten Mikrobiologen aus dem US-Bundesstaat New Mexico stichprobenartig die Bärte von Passanten. Studienleiter John Golobic wertete den ausgebürsteten Inhalt aus – und war von seinem Fund „überrascht“: An den Barthaaren hafteten Bakterien, die normalerweise in Fäkalien vorkommen. „Wenn sich ähnliche Proben in der Wasserversorgung einer Stadt finden würden, dann müsste sie für eine Desinfizierung außer Betrieb genommen werden“, sagte Golobic später.

Von der Hand an den Mund
Wie die Bakterien und Keime dahin kommen, ist leicht erklärt: Bartträger spielen schließlich nur zu gerne mit ihrer Gesichtsbehaarung oder kratzen sich das Gesicht, das manchmal unter dem Fell juckt – mit denselben Fingern, mit denen sie Geld, öffentliche Türklinken (zu Toiletten etwa) und ähnliches anfassen. Und auch durch direkten Hautkontakt fangen sie Bakterien ein, wie beim Küsschengeben zur Begrüßung, hervorgerufen durch Make-up-Rückstände, Schweiss oder verschiedene Keime. Auch Essenreste, die nicht ordentlich abgespült werden, tun ihr Übriges.

Küssen verboten?
Eine unangenehme Voranstellung, die erst vor wenigen Wochen auch in Großbritannien Gegenstand einer wissenschaftlichen Forschung war. So erklärte Haarexpertin Carol Walker vom Birmingham Trichology Centre im Interview mit „Daily Mail“, dass ein dichter Bart Hautinfektionen begünstigen kann. Der Grund: Die Struktur der Gesichtshaare, die mit der Zeit lockig, weicher und in der Konsequent brüchiger würde. In den Knicken könnten sich umso leichter Bakterien und Keime einnisten wie auch Krankheitserreger, die etwa bei einer Erkältung aus der Nase laufen und sich in den Barthaaren sammeln. Diese werden – Achtung, Ekelalarm – beim Küssen übertragen.
 
Das heißt aber nicht, dass Sie künftig auf Hautkontakt mit sexy Barttypen verzichten müssen. Bart gibt’s nämlich auch in hygienisch! Man(n) beachte einfach unsere Tipps:

Regelmäßig ausbürsten
Wer seine Gesichtsbehaarung häufig durchbürstet, wird Alltagsablagerungen los und verhindert außerdem, dass der Look zu zottelig wird. Über das Peeling der Bürstenstriche freut sich auch die Haut darunter.

Finger weg
So verführerisch es sein mag, sich die kuscheligen Barthaare um die Finger zu zwirbeln: Auf diese Weise befördern Sie Alltagskeime direkt in den Bart. Wissenschaftler John Golobic rät daher, nicht unnötig im Gesicht herumzufuchteln und zu häufigem Händewäschen.

Waschen und pflegen
Das Barthaar bitte regelmäßig mit einem milden Shampoo reinigen und im Anschluss idealerweise einen Conditioner anwenden. Dadurch schließt sich die Schuppenschicht, die Haaroberfläche wird geglättet und Krankheitserreger haben es weniger leicht, sich einzunisten.

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