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Foto: getty images

Alexander Wang, Phillip Lim, Joseph Altuzarra,
von Susanna Riethmüller
Die jungen Wilden von New York

Der Modezirkus am Big Apple wird von Königinnen dirigiert: Diane von Furstenberg, Carolina Herrera, Donna Karan. Ihnen dicht auf den Fersen schneidert jedoch eine Riege junger – männlicher – Modedesigner, die bereit sind, das Zepter zu übernehmen: Alexander Wang, Phillip Lim und Joseph Altuzarra. Ihre Kollektionen für den Sommer 2013 sind mutig, anders, ultimativ modern. STYLEBOOK stellt die talentierten Modeprinzen vor.

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    Foto: getty images

    Alexander Wang...

    ... wird in NYC so gehypt wie kein anderer junger Designer. Auf der Fashion Week zeigte er für den Frühling/Sommer 2013...



Alexander Wang (29) studierte Fashion an der renommierten „Parsons New School for Design“ in New York und gründete direkt nach dem Studienabschluss sein eigenes Label. Seine erste Kollektion kam 2007 heraus und fand auf Anhieb Abnehmer in über 200 internationalen Geschäften – ein sensationeller Karriere-Auftakt der ahnen ließ, unter welchem Stern Wangs Arbeit auch in Zukunft stehen würde: Hype. Die Fashion-Crowd liebt seine coolen, street-smarten Looks. Wang belebte moderne Klassiker wie das weiße T-Shirt oder den grauen Sweater neu, außerdem produziert er Saison für Saison It-Teile, die alle haben wollen. Zuletzt zum Beispiel die „Diego“-Bag, ein Schulterbeutel mit Nieten am Boden.  

Auf der Fashion Week in New York zeigte Alexander Wang: Cut-Outs! In einer neuen, extremen Variante: An Jacken und Röcken, die einzelnen Diagonal-Stoffstreifen nur durch dünne Fäden zusammen gehalten. An Kleidern, so dass Bauch-, Brust und Trägerpartien scheinbar aneinander schwebten und Beinschlitze bis zu den Schlüsselbeinen reichten.

Phillip Lim (38) stammt aus Thailand – in die USA kam er, um Hauswirtschaft in Long Beach zu studieren. Nebenher arbeitete er als Verkäufer bei Barneys, wo er auch seine Leidenschaft für Mode entdeckte. Das Label 3.1 Phillip Lim gründete er dann 2005 in New York. Seine Entwürfe haben immer „einen Touch Wahnsinn“, wie er selbst sagt.  

Auf der Fashion Week in New York zeigte 3.1 Phillip Lim:
Ein blumiges Grunge-Revival. Lims Mille-Fleures-Prints, als kurze Kleider oder kombiniert zu Karo-Hosen, waren definitiv von den 90er-Jahren inspiriert – sogar das um die Hüften geknotete Flanell-Hemd fehlte nicht.

Joseph Altuzarra (29) verließ seine Heimatstadt Paris, um ein Praktikum bei Marc Jacobs in New York zu machen – er ist geblieben und gründete 2008 sein eigenes Label. Das fand sofort Anerkennung von ganz oben: Carine Roitfeld ist bis heute seine glühende Unterstützerin, die Ex-Chefin der „Vogue Paris“ trägt seine Looks regelmäßig zu den Couture-Schauen in Frankreich. Das passt: Altuzarras Mode ist erwachsen und weiblich.  

Auf der Fashion Week in New York zeigte Joseph Altuzarra,
wie man klassische blaue Hemden heute kombiniert: Zu gemusterten, extra-eleganten Bleistift-Röcken. Ein toller Stilbruch, dessen Elemente sich gegenseitig Lässigkeit verleihen. Außerdem ein goldenes Art-Deko-Muster, dass sich über Röcke und Kleider schuppte. 

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