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New York Fashion Week: Alexander Wang
von Susanna Riethmüller
Cut-Outs 3.0

Er ist der Hype der Stadt: Um kaum einen Designer wird in New York so ein Trubel veranstaltet wie um Alexander Wang; keine Show ist heißer begehrt. Sein Sommer 2013 bleibt dagegen ganz cool: Wang zeigte viel Schwarz-Weiß und weiterentwickelte Cut-Outs.

Cut-Outs an Ärmeln. An Jacken. An Röcken, die einzelnen Diagonal-Stoffstreifen nur noch durch dünne Fäden zusammen gehalten. An Kleidern, so dass Bauch-, Brust und Trägerpartien scheinbar aneinander schwebten und Beinschlitze bis zu den Schlüsselbeinen reichten. An Jackennähten –  die Ärmel führten durch eingefügte, transparente Stoffstreifen ein Eigenleben. Cut-Outs, sogar an den Stiefeln! Kniehoch, so dass sie wirkten wie moderne Römer-Sandalen.  

Kurz: Alexander Wang hatte seine Entwürfe buchstäblich auseinander genommen. Sie wirkten wie Puzzleteile, die man beliebig wieder zusammensetzen könnte – wenn man wollte.
 

Dazu eine Farb-Palette, die keine war: Wang hielt seine Kollektionen für den Frühjahr-Sommer 2013 in Schwarz-Weiß, ein einziges Kleid schimmerte Silbern, ein klein wenig Beige und Grau schlich sein ein. Das alles wirkte – typisch Wang – übercool. Dafür sorgten außerdem ganz viel Leder, Plastik-Kappen mit XXL-Visieren und schwarz ausgemalte, blockartig breite Mittelscheitel. Dafür wirkten Wangs Ideen aber auch ultimativ modern und, das muss gesagt werden: völlig neu. 

Das Highlight der Show bewahrte sich der Designer bis zum Schluss auf: Das Licht ging aus, plötzlich fingen die noch auf dem Laufsteg stehenden Models an zu leuchten – scheinbar, denn natürlich waren es die Kleider, die neonfarben aufheulten. Die Frontrow – Carine und Julia Roitfeld, Bloggerin Elin Kling, Jennifer Anistons Liebster Justin Theroux, Model Karen Elson – war kurz sprachlos. Danach gab es tosenden Applaus.

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