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Alain & Gerard Wertheimer: Chanel-Chefs niemals in der Front Row

Foto: Getty Images

Das sind die Chefs von Chanel
Vermögend & Verschwiegen

Alain (64) und Gérard Wertheimer (61) sind die Eigentümer der erfolgreichsten Luxusmarke der Welt und stille Geheimniskrämer. Weder Interviews, noch Partys und bloß kein Rampenlicht: Die wahren Gesichter von Chanel sitzen auch niemals in der Front Row! STYLEBOOK lüftet das Geheimnis der diskreten Milliardäre ...

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    Foto: Corbis

    Meet The Wertheimers!

    Gar nicht so einfach, denn die Brüder Alain (l.) und Gérad Wertheimer (r.) zeigen sich kaum und reden noch weniger! Diese seltene Aufnahme der beiden entsand bei der Chanel Show für Herbst/Winter 2007/2008 im März 2007 in Paris. Wie immer sitzen die Eigentümer der Luxusmarke in einer hinteren Reihe - hier, passend dazu, mit einer Unbekannten

Wenn es um den Luxus-Konzern Chanel geht denken wir an Karl Lagerfeld, Gabrielle „Coco“ Chanel oder das Parfum „No. 5“. Aber kaum einer kennt die wahren Gesichter der Marke: Alain und Gérard Wertheimer. Denn die Brüder – jeweils geschätzte siebeneinhalb Milliarden Euro schwer und laut Forbes auf Platz 65 der Liste der reichsten Menschen der Welt  – halten sich stets im Hintergrund und meiden die Presse. Schade, denn es gibt Spannendes über die beiden Heimlichtuer zu berichten ...

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Der Großvater von Alain und Gérard, Pierre Werthheimer, war Parfümeur und gründete 1924 mit Gabrielle Chanel die Firma „Les Parfums Chanel“. Letztere verkaufte ihm nach dem Flop der Kollektion 1954 ihre Anteile, damit er ihr dafür alle Rechnungen und Steuern bis ans  Lebensende zahlt. Kein schlechter Deal, denn nachdem Chanel 1974 an Pierres Enkelsöhne Alain und Gérad überschreiben wurde, segelte die Luxusmarke wieder auf Erfolgskurs. Insbesondere Alain sei es laut Experten zu verdanken, dass der Konzern laut Schätzungen (ja, die beiden verschmitzt lächelnden Franzosen sprechen natürlich auch nicht über Zahlen) 2013 mit einem Unternehmenswert von circa 15 Milliarden Euro an der Spitze der Branche stehen soll.

Denn: Allein der in New York lebende Chanel-Vorsitzende habe damals die Idee gehabt eine exklusive Kosmetik- und Prêt-à-Porter-Linie zu lancieren. Und auch sein Einfall Karl Lagerfeld 1983 als Designer zu engagieren erwies sich als äußerst profitabel: Neben Chanel gehören Alain und Gérard Wertheimer nämlich mittlerweile auch zwei Weingüter, ein Rennstall mit mehreren Gestüten, der französische Verlag La Martinière, die Kosmetikmarke Bourjois, der Luxus-Bademodenhersteller Eres, der britische Büchsenmacher und Jagdausstatter Holland & Holland, der Uhrenfabrikant Bell & Ross ...

Doch anstatt ihren Erfolg öffentlich zu feiern hüllen sich die vermögenden Franzosen lieber in vornehmes Schweigen. Immerhin einmal verplapperte sich der in Genf lebende Gérard Wertheimer gegenüber der New York Times:

„Wir sind eine sehr diskrete Familie. Es geht um Coco Chanel. Es geht um Karl. Es geht um alle, die für Chanel arbeiten und entwerfen. Es geht nicht um die Wertheimers.“

Dieser einmalige „Faux-Pas“ ist mittlerweile allerdings mehr als zehn Jahre her. Und so dürfen wir auch in dieser Saison damit rechnen, dass sich die beiden schweigenden Brüder bei der Chanel Show am Dienstag wieder heimlich in der vierten Reihe verstecken werden.

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