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Achtung, Versteckte Kalorien!
von Thomas Helbing
9 Snacks, die ungesünder sind, als wir dachten

Manche Lebensmittel klingen gesünder als sie sind. STYLEBOOK.de verrät, von welchen Snacks Sie künftig besser die Finger lassen sollten für eine gesunde Ernährung.

Ein Blick auf die Verpackung und die Inhaltsstoffe verraten es: Versteckte Fette, Zucker und andere Dickmacher-Zusätze machen aus vermeintlich gesunden Lebensmitteln in Wahrheit echte Kalorienbomben. Wichtigste Regel vorm Supermarkt-Regal: Überall wo „fettfrei“, „light“ und/oder „zuckerfrei“ draufsteht, ist Vorsicht geboten – so wie bei diesen neun Lebensmitteln:

1. Smoothies
Smoothies sind nicht halb so gesund, wie ihr Ruf. Vor allem Fertig-Smoothies aus dem Supermarkt sind vollgepackt mit Zucker, Farb- und Konservierungsstoffen. Doch auch bei frisch zubereiteten Smoothies ist Vorsicht geboten: Weil der Körper kaum Mühe damit hat, die aufgenommene Flüssigkeit zu verarbeiten, gelangt der im Obst enthaltene natürliche Zucker ruckzuck über den Darm ins Blut. Dadurch schießt der Blutzuckerspiegel in die Höhe und es wird vermehrt Insulin ausgeschüttet. Die Folge: Appetit! Zudem hat Obst im pürierten Zustand ein geringeres Volumen und füllt den Magen deshalb weniger aus. Obst am Stück muss dagegen erst gekaut und dann langsam verdaut werden – ein viel gesünderer Prozess, der den Insulinspielgel nicht unnatürlich nach oben jagt.

  • Paris Hilton mit Fruchtspieß

    Foto: getty images

    Obst am Stück ist besser als püriert, weiß Paris Hilton

2. Knuspermüsli
Müsli ist als gesundes Frühstück beliebt – besonders in der Knuspervariante. Allerdings steckt im Knuspermüsli, auch als Granola bekannt, meist viel Zucker. 100 Gramm Knuspermüsli kommen auf ca. 440 Kalorien. Bei entsprechender Menge naturbelassenem Müsli oder Haferbrei sparen Sie rund 100 Kalorien.

3. Müsli-Riegel
Sie wollen schnell zunehmen? Dann sind Müsliriegel perfekt dafür. Auch wenn die leckeren Körner auf den ersten Blick extrem gesund aussehen – es steckt jede Menge Zucker darin, sowie Fett und Aromen. Wer einmal die Nährwertangaben von einem handelsüblichen Müsliriegel mit einem Schokoriegel vergleicht, wird sehen: Beide haben fast genauso viele Kalorien.

4. Fettarmer Joghurt
Gerade hier lohnt sich der Blick auf die Zutatenliste und Nährstoffangaben. Denn leider bedeutet fettarm nicht zwangsläufig kalorienarm. Um den fehlenden Geschmacksträger Fett zu ersetzen, wird mit jeder Menge Zucker aufgemotzt – was auch zu mehr Kalorien führt.

5. Trockenobst
Sie gelten als der gesunde Snack für Zwischendurch. Trotzdem ist Trockenobst eine wahre Kalorienbombe, 100 Gramm getrocknete Mango kommen auf ca. 300 Kalorien, die Frischobst- Variante nur auf 60. Schuld ist der Fruchtzucker. Manchem Trockenobst wird sogar noch zusätzlich Zucker für den Trocken-Prozess zugesetzt (z. B. Bananenchips).

6. Frozen-Yogurt
Das „Joghurt“ im Namen suggeriert, dass diese Eisvariante gesünder sei als herkömmliches Speiseeis. Ein Irrtum. Auch hier ist viel Zucker für die Cremigkeit im Spiel, oft kommt noch ein kalorienreiches Topping obendrauf. Wer sich wirklich bewusst erfrischen will, setzt auf Fruchtsorbets.

7. Diät-Limonade
Zucker durch Süßstoff ersetzen? Keine gute Idee! Süßstoffe wie Aspartam, Saccharin oder Natriumcyclamat stören den Stoffwechsel, stehen sogar im Verdacht, Übergewicht und Typ II Diabetes zu begünstigen.

8. Honig
Der goldene Bienennektar ist ein beliebter Zuckerersatz. Bewiesen: Honig ist reich an vielen wertvollen Inhaltsstoffen wie Vitamin C und B und hat eine antibakterielle Wirkung. Aber: Honig ist eine echte Kalorienbombe, hat kaum weniger Kalorien als normaler Industriezucker. Besser zum Süßen: Ahornsirup hat rund ein Drittel weniger Kalorien und ist ebenfalls reich an gesunden Inhaltsstoffen.

9. Kokosfett
Kokosöl und -fett wird als das neue Beauty- und Ernährungswunder angepriesen. Den Hype darum kann Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm nicht nachvollziehen. „Kokosfett besteht hauptsächlich aus gesättigten Fettsäuren, die sind einfach ungesund“, so die renommierte Food-Journalistin im STYLEBOOK-Interview. „Wer einfach sein Raps- oder Olivenöl gegen Kokosfett auswechselt, wird nicht plötzlich gesünder.“ Ihr Tipp: Kalt gepresstes Raps-, Walnuss- oder Olivenöl seien für eine gesunde Ernährung viel besser. 

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