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Wetten, auch Sie trainieren falsch!
7 Dinge, die Sie noch nicht über Yoga wussten

Yoga ist längst keine Trendsportart mehr, sondern ein Lifestyle, für den sich immer mehr Menschen entscheiden. Trotzdem machen viele von uns einige grundlegende Dinge falsch – und zwar seit vielen Jahren. Oder wussten Sie diese sieben Fakten schon?

Für echte Yoga-Fans gibt es wohl nichts Besseres, als nach einem anstrengenden Tag im Büro abends den Sonnengruß zu üben. Doch wussten Sie, dass sich die Morgenstunden viel besser dafür eignen? Es gibt tatsächlich ein paar Grundregeln aus dem traditionellen Ashtanga, die nur wenige von uns kennen, aber trotzdem beachten sollten. Wir fragten bei Julia Wagner, Yoga-Lehrerin aus Wien nach.

  • Yoga

    Foto: Getty Images

    Yoga ist in: Laut der Gesellschaft für Konsumforschung praktizierten 2,6 Millionen Menschen in Deutschland Yoga. 9,6 Millionen Deutsche haben es auch schon mal ausprobiert

1. Vor der Yoga-Stunde sollten Sie NICHTS essen
„Je leerer der Magen ist, desto besser“, bestätigt auch Julia Wagner. Idealerweise essen Sie drei bis vier Stunden vor dem Training ihre letzte Mahlzeit, die Zeit variiert leicht, je nachdem, was Sie gegessen haben. Wer schon mal Yoga mit vollem Magen gemacht hat, weiß aus Erfahrung, wie unangenehm sich das anfühlt. Doch der eigentliche Grund für die Askese ist ein anderer: „Der Körper fühlt sich sonst zu schwer an, und wenn der Darm arbeitet, wird das Gefühl für die Körpermitte irritiert“, erklärt Yoga-Expertin Julia Wagner. Schließlich wird im Yoga viel das „Uddiyana-Bandha“ gesetzt, bei dem die Mitte aktiviert, genauer gesagt der Nabel Richtung Wirbelsäule hochgezogen wird.

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2. Während der Yoga-Stunde sollten Sie NICHTS trinken
Während des Trainings einfach mal zur Wasserflasche greifen, wie Sie das sonst beim Laufen oder Radfahren auch machen? Besser nicht! Der Grund: „Im Ashtanga gilt, dass man die Hitze bzw. das Feuer im Körper halten will“, so Wagner. Wer trinkt, kühlt den Körper dadurch wieder ab. Einzige Ausnahme: „Im Hot Yoga muss man trinken, weil der Körper sonst dehydrieren würde“, so Wagner.

3. Direkt nach dem Yoga sollten Sie NICHT duschen
Um die Hitze und Energie, wie in Punkt 2 beschrieben, im Körper zu halten, sollten Sie nach dem Yoga auch nicht sofort in die kalte Dusche springen. Egal wie stark verschwitzt Sie sind. Besser: Duschen Sie nach dem Training nicht im Studio, sondern erledigen Sie das besser erst Zuhause.

4. Am 1. Tag Ihrer Periode sollten Sie niemals trainieren
Wenn Sie am ersten Tag Ihrer Regel das Training schwänzen, weil Sie sich nicht danach fühlen, haben Sie instinktiv alles richtig gemacht. „Während der Regel können Sie keine Bandhas halten. Außerdem möchte etwas nach unten raus aus dem Körper, die Bandhas bewirken aber das Gegenteil und erzeugen einen Zug nach oben“, so Ashtanga-Profi Wagner. Zur Erklärung: Beim sogenannten „Mula-Bandha“ wird der Beckenboden angespannt und dabei nach innen und oben gezogen.

5. Kampfgeist hat im Yoga nichts zu suchen
Die Dame neben Ihnen auf der Matte kann den stehenden Spagat und Sie nicht mal eine Vorbeuge? Lassen Sie es dabei bewenden und entwickeln Sie keinen übertriebenen Ehrgeiz, nur weil andere besser oder gedehnter sind. „Lassen Sie Ihr Ego beim Yoga Zuhause“, warnt auch die Ashtanga-Lehrerin. „Es ist wichtig, dass Sie Ihre eigenen Grenzen annehmen und sich nie an den anderen orientieren oder gar messen“, empfiehlt sie.

6. Nach Yoga sollten Sie sich ausruhen
Das Training ist im Yoga ebenso wichtig wie die Auszeiten. „Im Fitnesscenter sehe ich oft, dass Leute nach dem Yoga aufs Laufband steigen. Man sollte nach der Praxis aber eher ruhen. Außerdem sollte man auch nur einmal täglich praktizieren, also nicht in der Früh UND am Abend“, erklärt Wagner. „Traditionell wird im Asthanga nur in den frühen Morgenstunden praktiziert, da stellt sich die Frage also gar nicht“, so die Expertin weiter.

7. Trainieren Sie nur auf Ihrer eigenen Yogamatte
Diese Regel hat mit den Grundprinzipien des Yoga zwar wenig zu tun, sollte aber trotzdem beachtet werden, schließlich wollen Sie ja nicht während des Trainings krank werden. Bakterien und Viren werden zwar nicht über den Schweiß übertragen, trotzdem reicht es, wenn jemand auf der Yogamatte geniest oder gehustet hat, um sich z.B. mit einer Erkältung anzustecken. Hygiene ist also wichtig. Da in den meisten  Yogastudios die Matten zwar regelmäßig, aber nicht nach jeder Stunde gereinigt werden, sollten Sie stets Ihre eigene mitbringen. Alternativ können Sie sich auch eine Yogamatten-Auflage besorgen und diese wie ein Tuch über eine fremde Matte legen. 

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