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Harvard-Forscher: „Er wirkt lebensverlängernd“
10 Gründe, mehr Kaffee zu trinken

Knapp 150 Liter Kaffee trinkt ein Deutscher im Jahr. Und das ist auch gut so! Kaffee ist nämlich nicht nur weitaus weniger schädlich als bisher angenommen – sondern extrem gesund wie Wissenschaftler der renommierten Harvard Universität jetzt rausfanden. Wir haben zehn Gründe für Sie, guten Gewissens öfter eine Tasse Kaffee zu genießen.

Kaffee ungesund? Im Gegenteil! „Menschen, die gerne Kaffee trinken, sollten darüber nicht besorgt sein, denn es ist gut für ihre Gesundheit“, so Professor Frank Hu, Ernährungsforscher der Harvard Universität gegenüber „NBC News“. Hu und sein Team haben aktuell Gesundheitsdaten von 200.000 Probanden ausgewertet. Ihr Ergebnis, das sie in der Fachzeitschrift „Circulation“ veröffentlicht haben: Kaffeetrinker reduzieren das Risiko an Diabetes, Bluthochdruck oder Depressionen zu erkranken deutlich.

„Kaffeetrinker leben länger“, so Hu. Neueste Erkenntnis: Es spiele dabei keine Rolle, ob man koffeinhaltigen oder entkoffeinierten Kaffee trinke. Demnach sind also nicht wie bisher angenommen Koffein, sondern laut der Forscher andere Bestandteile im Kaffee wie Chlorogensäure, Chinin und Magnesium für die gesundheitsfördernde Wirkung verantwortlich. Aber, so der Experte, die richtige Dosis sei ausschlaggebend: „Drei bis fünf Tassen täglich haben einen positiven Effekt.“ Wir verraten Ihnen hier, welche positiven Auswirkungen der regelmäßige Kaffee-Konsum hat:

1. Kaffee macht schlau

„Wer vor lauter Müdigkeit zur Tasse greift, verbessert Reaktionszeit, Aufmerksamkeit, logisches Denken – sprich sämtliche Abläufe, die mit Intelligenz in Zusammenhang gebracht werden“, erklärte Harris Lieberman, Umweltmediziner bei der US-Army, in einem Interview mit dem Nachrichtensender CNN. Eine britische Studie ergab außerdem, dass vor allem Frauen nach einer Tasse Cappuccino und Co. sechsmal so konzentriert und leistungsfähig sind wie vor der Koffeinspritze.

  • Candela Novembre

    Foto: splash news

    Die Stylistin Candela Novembre ist leidenschaftliche Kaffeetrinkerin – klar, die Frau ist Italienerin und weiß, was gesund und schön macht

2. Kaffee macht schön

Und schlank! Da Koffein den Stoffwechsel anregt, werden aufgenommene Kalorien schneller verbraucht. So kann ein Espresso nach den Mahlzeiten eine Diät unterstützen, bestätigt Ernährungs-Experte Sven David Müller. Übrigens enthält die ungeröstete Kaffeebohne ein wertvolles Vitamin namens Niacin: Dieses unterstützt die Regeneration und Feuchtigkeitsbildung der Haut und sorgt so für einen frischen Teint.

3. Kaffee ist gut für die Leber

Kaffeetrinken ist alles andere als ein Laster, es kann sogar die schädlichen Folgen von Alkoholkonsum lindern. Wissenschaftler beobachteten über einen Zeitraum von 22 Jahren die Lebergesundheit von 125 000 Studienteilnehmern. Diejenigen, die täglich eine Tasse Kaffee tranken, reduzierten ihr Risiko einer Alkoholzirrhose (Autoimmunkrankheit, die zu Leberversagen und Krebs führen kann) auf ein Fünftel. Eine weitere Studie der Duke-NUS Graduate Medical School ergab außerdem, dass Kaffeetrinken einer Fettleber vorbeugen kann.

4. Kaffee macht glücklich

Wie Wissenschaftler an der „Harvard School of Public Health“ herausfanden, fördert Kaffee die körpereigene Produktion der Neurotransmitter Serotonin, Dopamin und Noradrenalin. Und diese heben bekanntlich die Stimmung. Bei völligen Kaffeeverweigerern liege die Chance zu Depressionen um zehn Prozent höher.

5. Kaffee hilft gegen Parkinson

Wer regelmäßig Koffein zu sich nimmt, verringert sein Risiko, an Parkinson (Schüttellähmung) zu erkranken, so das Ergebnis einer kanadischen Studie. Wie die Fach-Publikation „American Academy of Neurology“ berichtet, konnten weiterführende Untersuchungen belegen, dass Kaffee sogar die Symptome tatsächlicher Parkinson-Patienten verbessert wie Zittern oder Muskelstarre.

6. Kaffee senkt das Stresslevel

Eine Untersuchung der Seoul National University ergab, dass der Wachmacher tatsächlich auch das Gegenteil bewirken kann, sprich: entspannen. Die Forscher hielten Ratten unnatürlich lange wach und setzten einen Teil von ihnen später intensivem Kaffeearoma aus. Erstaunlicherweise löste allein der Duft des aufgebrühten Wachmachers bei den übermüdeten Tieren Veränderungen der Gehirnproteine aus. Diese speziellen Eiweißstoffe bewahren die Hirnzellen vor Stress-Schäden.

7. Kaffee senkt das Krebs-Risiko

Freie Radikale sind die Ursache vieler Gesundheitsbeschwerden, sie machen die Zellen im Körper funktionsuntüchtig und können sogar Tumore auslösen. Um den schlimmsten Fall zu verhindern, schwören Ernährungswissenschaftler auf Antioxidantien: Diese gehen freien Radikalen an den Kragen und beugen so Krebserkrankungen vor. Die gelobten Pflanzenstoffe stecken in verschiedenem Gemüse, Beeren oder Nüssen – und in Kaffee! Obendrein kann der Körper sie daraus besser beziehen als aus jedem anderen Lebensmittel.

8. Kaffee sorgt für athletische Höchstleistungen

Leistungssportler wissen: Ein schneller Espresso vor dem Workout verspricht bessere Ausdauer. Vor allem beim Langstreckenlauf oder Radfahren zahlt es sich aus, noch einen kurzen Boxenstopp am Kaffeeautomaten einzulegen – das Koffein vermehrt die Fettsäuren im Blutkreislauf, welche von den Muskeln in Energie umgewandelt werden. Hoch die Tassen!

9. Kaffee beugt Diabetes mellitus vor

Häufiges Kaffeetrinken reduziert das Diabetes-Risiko auf die Hälfte – diese erfreulichen Untersuchungsergebnisse wurden auf einer Ärztekonferenz der American Chemical Society bekannt gegeben. So sollen die in der Bohne enthaltenen Säuren dem Körper helfen, den Blutzuckerspiegel zu regulieren. Mindestens vier Tassen täglich müssen es sein, meint Vinson. Jede weitere sei nur empfehlenswert.

10. Kaffee sorgt für ein gesundes Hirn

Forscher der University of South Florida haben die Folgen von Kaffeekonsum auf das menschliche Gehirn untersucht. Das Ergebnis: „Täglich eine vernünftige Menge Koffein zu sich zu nehmen, kann eine Altzheimer-Erkrankung verhindern“, erklärte Dr. Chuanhai Cao dem Online-Portal  der USF Health. Nach dem 65. Geburtstag sei es zwar zu spät, mit der Vorbeugungsmaßnahme anzufangen, der Ausbruch der Krankheit lasse sich aber auch dann noch deutlich hinauszögern, erklärt der Neurowissenschaftler.

Übrigens, der neueste Trend in Sachen Kaffee ist grüner Kaffee. Dabei handelt es sich um ungeröstete Kaffeebohnen. Dieser schmeckt nicht wie Kaffee, sondern grasig wie grüner Tee. Vorteil: Er hat mehr Mineralstoffe und Vitamine als normaler Kaffee. Die gehen nämlich beim herkömmlichen Kaffee beim Rösten verloren. Angeblich soll grüner Kaffee schlank machen und sich positiv auf Blutfett- und Leberwerte auswirken.

Thomas Helbing Stylebook,
Redaktion

Kaffee ist nicht gleich Kaffee. Wie in anderen Ländern das heiße Getränk gebraut und genossen wird, lesen Sie bei den Kollegen von Travelbook.

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